|
|
Vergangene Veranstaltungen 2000
Dezember 2000
Wie verändert die Informatik unsere Lebensweise?
Information - vom Wissen zur Ware
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Alexander Andreeff (Dresden)
Warum spricht man heute von einer Informationsgesellschaft?
Was verstehen wir unter Information und was ist neu an der Rolle
in gesellschaftlichen Prozessen?
Diese Veranstaltung soll verstehen helfen, welchem
gravierenden Wandel die moderne Informationstechnologie
uns in allen Lebenssphären unterwirft und welche
Chancen und Gefahren dieser Wandel beinhaltet.
Mittwoch, 13. Dezember 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Podiumsdiskussion: Kommt es zu einem zweiten kalten Krieg?
Diskutanten: Prof. Dr. Rolf Lehmann (Dresden) und
Prof. Dr. Wofgang Scheler (Dresden)
Was steht uns ins Haus, wenn die NATO weiter an
die Grenzen Rußlands vorrückt und die USA die
Südflanke Rußlands in Zentralasien als
Hemisphäre ihrer vitalen Sicherheitsinteressen
behandeln? Erzeugt der Anspruch der USA, die einzige
Weltmacht zu sein und global militärische
Vorherrschaft auszuüben eine neue militärische
Konfrontation mit anderen Großmächten?
Will Westeuropa militärisch eine eigenständige
globale Macht werden und soll dazu die Bundeswehr zur
Interventionsstreitmacht umgerüstet werden?
"Willkommen im kalten Krieg" titelte "Die Zeit" (Hamburg).
Mittwoch, 6. Dezember 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Workshop: Die Eigentumsfrage im 21. Jahrhundert
Moderation: Prof. Horst Kreschnak
In den strategischen und programmatischen Diskussionen
der sozialistischen Linken ist ein konträrer Umgang
mit der Frage der Eigentumsverhältnisse auszumachen.
Zum einen wird sie ignoriert und als unwichtig und
überholt hingestellt. Zum anderen ist man sich
der Tragweite dieser Frage bewusst, umgeht sie aber
wie die Katze den heißen Brei. Oder man stellt
sie in den Mittelpunkt, häufig jedoch in einer Art,
als ob der Kapitalismus in den vergangenen 150 Jahren
keinerlei Veränderung unterworfen gewesen sei und
das Desaster des Zusammenbruchs des Sozialismus nichts
mit der Eigentumsfrage zu tun hätte. Der Workshop
soll Gelegenheit geben, die Kontroverse fortzuführen.
Samstag, 2. Dezember 2000, 10-16 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
November 2000
Zwangsarbeit in Dresden -
Ein verdrängtes Geschichtskapitel
Vortrag und Diskussion mit Dr. Jürgen Töpfer
(gemeinsam mit dem Verein für regionale Politik
und Geschichte e. V. und dem IVVdN/VdA Stadtverband Dresden)
Nicht nur in den Lagern in und um Dresden wurde zwischen
1939 und 1945 Zwangsarbeit geleistet, auch in bekannten Dresdner
Betrieben leisteten Kriegsgefangene, Verschleppte und deutsche
Juden - darunter auch Prof. Klemperer - Zwangsarbeit.
Die aktuelle Entschädigungsdiskussion soll Anlass sein,
dieses verdrängte Kapitel deutscher Geschichte in
seinem konkreten lokalen Bezug aufzuarbeiten und vielleicht
Anregung für weiterführende Forschungsarbeiten zu vermitteln.
Mittwoch, 15. November 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Technik in der Medizin -
Der Arzt im Spannungsfeld von Profit und Ethos
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr.-Ing. habil. Siegfried Kaiser (Dresden)
Die moderne Medizin beruht auch auf einer hochentwickelten Technik,
die zu bedeutenden Fortschritten in der Behandlung geführt hat,
zugleich jedoch der Profiterzielung dient. Dies zeitigt nicht nur
positive Seiten. Zusätzlich entstehen in der Medizin selbst
ethisch-moralische Probleme, die z. B. in Tendenzen der
Technikgläubigkeit, in der Zurückdrängung
des ärztlichen Faktors ihren Ausdruck findet.
Prof. Dr.-Ing. habil. Siegfried Kaiser, Jahrgang 1930,
war bis 1992 o. Professor für Elektronische
Gerätetechnik mit der Fachrichtung Biomedizinische
Technik an der TU Dresden. Vorlesungen u. a. in "Technische Grundlagen
der Biomedizinischen Technik", "Therapeutische Technik" und
"Soziologische Probleme der Medizintechnik".
Mittwoch, 1. November 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Oktober 2000
Ungeschehene Geschichte - Sachsen 1990 bis 2000,
Entwicklungen, Widersprüche, Alternativen
Eine Konferenz der PDS-Landtagsfraktion in Verbindung
mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen
Vor zehn Jahren wurde der Freistaat Sachsen neu
gegründet. Seit zehn Jahren regiert die CDU in
Sachsen. Nicht nur die Opposition konstatiert neben
Fortschritten auch Probleme, Widersprüche und
Fehlentwicklungen.Aber welche Alternative wäre
machbar gewesen und welche ist jetzt machbar? Die
Konferenz will den Jubelfeiern zum 10. Jahrestag
der Neugründung des Freistaates Sachsen ein
paar Fragen hinterherschicken.
Sonnabend, 28. Oktober 2000, 10-18 Uhr, Sächsischer Landtag, Dresden
Linkes Denken im 20. Jahrhundert:
Georg Lukacs
Als ungarischer, auf Hegel und Marx
fußender Philosoph, Literaturhistoriker
und Ästhetiker gehörte Lukacs (1885 - 1971)
zu den bedeutenden linken Intellektuellen des 20. Jahrhunderts.
Mit außergewöhnlicher
geistiger Produktivität und Schärfe
leistete er Beiträge zum marxistischen Denken.
Selbst Mitglied und Funktionär der kommunistischen
Bewegung, blieb er kritisch gegenüber den Parteiapparaten,
die ihn teils als Dogmatiker, teils als Revisionisten einstuften
und zeitweise ausgrenzten. Seine Distanz zum Stalinismus
führte ihn 1956 an die Seite der ungarischen
Aufständischen. Was bleibt für die heutige
europäische Linke?
Mittwoch, 25. Oktober 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Wen vertritt die PDS?
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Michael Brie,
Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Die PDS diskutiert ein neues Parteiprogramm,
streitet um Westausdehnung und die Ostrowski-Weckesser-Empfehlung,
sich als Ostpartei zu profilieren. Ihre Mitgliedschaft ist im
Osten Deutschlands konzentriert, überdurchschnittlich alt
und befindet sich zu größeren Teilen nicht mehr in
aktiven Erwerbsverhältnissen. Welche Indentität hat
die PDS, wessen Interessen vertritt sie und wer wählt
sie? Dies sind wohl die spannendsten Fragen bezüglich
der Perspektiven dieser Partei.
Donnerstag, 19. Oktober 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Migration als globales Problem
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Parvic Khalatbari (Berlin)
gemeinsam mit Ausländerrat Dresden, Beitrag zu den Interkulturellen Tagen
In Deutschland gibt es eine heftige Auseinandersetzung
über Einwanderung, Asyl und Green Card. In welcher
Beziehung stehen diese Fragen zur Bevölkerungswanderung
als globalem Problem? Welche Antriebe, Richtungen und
Perspektiven hat die Migration, welche sozialen Probleme
sind mit ihr verbunden und wie wird international mit
ihnen umgegangen? Diesen Fragen stellt sich Prof. Khalatbari,
einer der angesehensten Bevölkerungswissenschaftler
Europas.
Mittwoch, 4. Oktober 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
September 2000
Welt im Umbruch:
Wann wird es Frieden im Nahen Osten geben?
Vortag und Diskussion mit Nabil Yacoub, Geschäftsführer
des Ausländerrates Dresden
Mit den Verträgen und Verhandlungen zwischen Israel
und den Palästinensern und dem Rückzug Israels aus dem
Südlibanon schien der Weg des Friedens im Nahen Osten
begehbar zu werden. Nun sind die Verhandlungen unterbrochen;
Regierungskrisen, Blockaden, Schüsse und Steine bedrohen
diesen Weg. Wird es endlich Frieden geben?
Donnerstag, 28. September 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Nietzsche und die Folgen
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Hans-Martin Gerlach (Mainz und Leipzig)
Im Nietzsche-Jahr, das dem sprachgewaltigen Philosophen
zum 100.Todestag gewidmet ist, ergibt sich die Gelegenheit,
erneut über den Einfluss dieses Denkers auf die
Geistesgeschichte nachzudenken.
Hans-Martin Gerlach, ein profunder Kenner der
Philosophie Friedrich Nietzsches, gibt Einblick in
die widerspruchsvollen Wirkungen, die der Seher der
"Dekadenz" mit seiner "Umwertung der Werte" und seinem
Mythos vom "Übermenschen" auf verschiedene
gesellschaftliche Strömungen ausgeübt hat.
Er wird begründen, wie die Philosophie Nietzsches und
ihre Wirkungsgeschichte vom Standpunkt humanistischen
Denkens heute zu bewerten ist und dabei die im Nietzsche-Jahr
geführte Debatte beleuchten.
Mittwoch, 13. September 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
2000 Jahre Christentum: Die Zehn Gebote und Moral heute
Dialog mit Prof. Dr. Helga Hörz und Pater Werner Herbeck S.J. (Berlin)
gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-marxistischen
Dialog und dem Haus der Kirche/Dreikönigskirche
Die Gebote der christlichen Moral haben zweifellos unsere
Moralvorstellungen entscheidend mitgeprägt. Welchen
Einfluss haben sie heute, sind sie überholt, gibt es
neue Werte, dienen sie nur noch als Mäntelchen für
die Moral des Stärkeren und des Profits? Was blieb
von der "sozialistischen Moral" in Ostdeutschland? Professor
Hörz und Jesuitenpater Herbeck führen einen Dialog
über diese Fragen aus marxistischer und christlicher Sicht.
Dienstag, 12. September 2000, 19.30 Uhr, Haus der Kirche/Dreikönigskirche,
Hauptstr., 01099 Dresden
Podium zur PDS-Programmdebatte:
Friedens- und Sicherheitspolitik
Diskutanten: Dr. Eberhard Haueis, Prof. Dr. Wolfgang Scheler,
Dr. Rolf Ziegenbein
In einer Dresdner Veranstaltungsreihe begleitet die
Rosa-Luxemburg-Stiftung die PDS-Programmdebatte zu den wichtigsten Themen.
Diskutiert werden aus den Programmthesen der Abschnitt
"Friedens- und Sicherheitspolitik", die kritischen
Einwände aus dem Minderheitenvotum und die Konzeption
der PDS-Bundestagsfraktion zur Bundeswehrreform.
(Materialien können beim Arbeitskreis angefordert werden)
Mittwoch, 6. September 2000, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Juni 2000
Mit den beiden nachfolgend aufgeführten Vorträgen, gehalten von Protagonisten der Kontroverse,
wurde die Programmdiskussion der PDS in Dresden eröffnet.
Demokratischer Sozialismus - Weg und Ziel
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Michael Benjamin (Berlin)
gemeinsam mit dem Stadtvorstand der PDS
Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus vor zehn Jahren ist die Debatte nach wie
vor aktuell: Ist ein anderer, ein demokratischer Sozialismus jenseits des Kapitalismus
denkbar? In welchen zeitlichen Perspektiven und damit welchen Zügen ist er vorstellbar?
Oder muss sich die sozialistische Linke lange Zeit auf eine soziale Demokratie im
Kapitalismus orientieren?
Montag 19. Juni, 18 Uhr, Haus der Begegnung, Großenhainer Str. 93, 01127 Dresden
Demokratischer Sozialismus - Weg und Ziel
Vortrag und Diskussion mit Prof Dr. Dieter Klein (Berlin)
gemeinsam mit dem Stadtvorstand der PDS
Dienstag, 13. Juni, 18 Uhr, Haus der Begegnung, Großenhainer Str. 93, 01127 Dresden
Linkes Denken im 20. Jahrhundert:
Ernst Bloch und das Prinzip Hoffnung
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Helmut Seidel (Leipzig)
Ernst Bloch (1885-1977), Emigrant von 1933 bis 1949, Leipziger Philosophieprofessor
bis 1957, kehrt 1961 der DDR den Rücken und lehrt in Tübingen. In Auseinandersetzung mit
Aristoteles, Hegel, Schelling, Marx und Freud entdeckt er in seinem Hauptwerk, das 1954-59
entstand, im Noch-Nicht die Grundlage des "Prinzips Hoffnung", das seinen Ausdruck in
konkreten Utopien findet.
Mittwoch, 7. Juni, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Mai 2000
Gesundheitsreform in der Diskussion
Vortrag und Diskussion mit Dr. Kristina Kasek (Miltitz)
Seit Jahren diskutieren die Gesundheitspolitiker, die Vertreter der Kassen und der
Ärzteschaft über die Strukturen und Kosten des deutschen Gesundheitswesens. Die
Betroffenen, das heißt die Patienten kommen selten zu Wort; die große Gesundheitsmacht,
die Pharmaindustrie, bleibt dezent im Hintergrund. Wo liegen die Probleme, welche
Optionen gibt es, was sind wahrscheinliche Entwicklungen? Dr. Kristina Kasek,
Beratungsapothekerin der AOK Sachsen zeigt die Lage aus der Sicht der Krankenkassen.
Mittwoch, 31. Mai, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Der Krieg um Tschetschenien - Ursachen, Ziele, Konsequenzen
Gespräch mit Vertretern der Dresdner Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V.
Mittwoch, 24. Mai, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Ostdeutsche Wirtschaft: Blühende Landschaft oder europäische Problemzone?
Das Memorandum 2000 der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Reinhold Kowalski (Berlin)
Wie in jedem Jahr veröffentlicht die AG Alternative Wirtschaftspolitik unter Leitung des
Bremer Wirtschaftsprofessors Hickel ihr Gegengutachten zum Wirtschaftsgutachten der sogenannten
fünf Weisen im Mai. Prof. Kowalski hat das Kapitel über die ostdeutsche Wirtschaft verfasst und
stellt die Lage und die Perspektiven sowie die Ansätze einer wirtschaftspolitischen Alternative
vor.
Mittwoch, 17. Mai, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Der 8. Mai 1945 in meinem Leben
Zeitzeugen berichten
gemeinsam mit Verein für regionale Politik und Geschichte sowie IVVdN/VdA Stadtverband Dresden
Mittwoch, 10. Mai, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
8. Mai - Geschichte und Aktualität
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Reinhard Kühnl (Universität Marburg) und
Dr. Nora Goldenbogen (Leiterin der Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Sachsen)
gemeinsam mit IVVdN/VdA Stadtverband Dresden,
Verein für regionale Politik und Geschichte,
Gemeinschaft für Menschenrechte im Freistaat Sachsen und
Sächsische Friedensinitiative
Die 55. Wiederkehr des Tages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus durch
die Antihitlerkoalition soll Anlass sein, die Aktualität dieses historischen Datums zu
hinterfragen und das Erinnern daran wach zu halten. Die einführenden Beiträge aus
west- bzw. ostdeutscher Sicht sollen Grundlage eines offenen Meinungsaustausches sein.
Donnerstag, 4. Mai, 19 Uhr, Kulturrathaus (Saal), Königstr. 15, 01097 Dresden
Welt im Umbruch:
Mexiko, Chiapas und die Zapatisten
Vortrag und Diskussion mit Dr. Raina Zimmering (Freie Universität/Humboldt Universität Berlin)
gemeinsam mit dem Ausländerrat Dresden e.V.
Der von den Zapatisten geführte Indianeraufstand in Chiapas hat die Aufmerksamkeit der Welt
nicht nur auf ein kleines Volk gelenkt, sondern grundsätzliche soziale Fragen aufgeworfen.
Dr. Zimmering studierte die Menschenrechtslage vor Ort als Mitglied einer Delegation.
Anschließend: Lateinamerikanische Musik und
Spezialitäten der mexikanischen Küche
Mittwoch, 3. Mai, 19 Uhr, Internationales Begegnungszentrum,
Heinrich-Zille-Str. 6, 01219 Dresden
April 2000
Europa und die Linke
Vortrag und Diskussion mit Dr. Andre Brie (MdEuP)
gemeinsam mit BUNTschuh - Linke Studivereinigung Dresden e.V.
Während das Kapital scheinbar grenzenlos fusioniert
und expandiert und die politisch herrschende Klasse
selbst Schmiergelder in europäischen Dimensionen
organisiert, hinterlässt die europäische Linke eher den
Eindruck der Zerrissenheit. Stimmt dieser Eindruck?
Gibt es eine europäische Linke überhaupt, und welche
Tendenzen und Kampffelder, Gemeinsamkeiten
und Differenzen zeichnen sich ab?
Donnerstag, 27. April, 19 Uhr, Technische Universität Dresden, Gerberbau,
Raum 37, Bergstr 01069 Dresden
Krise und Kritik der Arbeit
Vortrag und Diskussion mit Robert Kurz (Nürnberg)
gemeinsam mit BUNTschuh - Linke Studivereinigung Dresden e.V.
Die Produktion hat sich durch Produktivitätssteigerungen
immer weiter von der Anwendung menschlicher
Arbeitskraft entkoppelt und es ist nicht anzunehmen,
dass dieser Prozess noch einmal zum Stehen
kommt. Demgegenüber vertreten praktisch alle
politischen Kräfte als Ziel die Schaffung neuer Arbeit,
ob als Zwangsarbeit für Arbeitslose oder in
der "Freizeitindustrie". Wie geht es nun weiter mit
unserer Arbeitsgesellschaft?
Dienstag, 18. April, 19 Uhr, Technische Universität Dresden, Beyerbau,
Raum 154, Fritz-Förster-Platz, 01069 Dresden
Information in Natur und Gesellschaft
3. Kolloquium in der Reihe "Naturwissenschaftliches Weltbild und Gesellschaltstheorie"
gemeinsam mit Jahresringe Dresden
Samstag, 15. April, 10-17 Uhr, Rathaus der Landeshauptstadt Dresden,
Raum 1/206, Dr-Külz-Ring, Ol067 Dresden
Wandel sozialer Milieus in Ostdeutschland
Vortrag und Diskussion mit Dr. Michael Hofmann (Leipzig)
Überwiegend Distanz und Ablehnung erhielten in
der letzten Zeit Bewertungen ostdeutscher Verhältnisse
(so der Art und Weise des Alltagsiebens, des
Erziehungssystems der DDR) von Beurteilern aus
den alten Bundesländern durch die ostdeutsche
Bevölkerung. Die Auseinandersetzungen sind keineswegs
zu Ende, berühren sie doch Kernfragen
gelebten Lebens eines Volkes. Die Veranstaltung
beschäftigt sich mit diesen Fragen, vor allem auch
damit, ob und wie sich seit der Wende soziale Milieus
in Ostdeutschland verändert haben und welche
gesellschaftlichen und sozialen Konsequenzen
zu beobachten sind.
Mittwoch, 12. April, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Welt im Umbruch: Polen
Vortrag und Diskussion mit Julian Bartosz (Wrozlaw)
Der Zusammenbruch des Realsozialismus in Europa
hat nicht nur die Landkarte dieses Kontinents
verändert, er beeinflusst den Gang der Dinge auch
weltweit. Ein Jahrzehnt nach diesem Einschnitt in
die Weltgeschichte sollte eine Analyse der Entwicklungstrends
wichtiger Länder und Regionen
möglich sein, eine Aufgabe, der sich diese Vortragsreihe
annimmt. Julian Bartosz, Korrespondent des
"Neuen Deutschland", analysiert als "Insider" die
aktuelle politische Lage in Polen.
Mittwoch, 5. April, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Krieg im Glashaus oder der Bundestag als Windmühle
Gerhard Zwerenz stellt sein neues Buch vor.
Sarkastisch nennt Zwerenz sein Buch "Autobiographische
Aufzeichnungen vom Abgang der Bonner
Republik". Der Abgang ist Realsatire der gehobenen
Art und keineswegs nur auf den Regierungsumzug gemünzt.
Dienstag, 4. April, 19 Uhr, Haus der Begegnung, Großenhainer Str 93, 01127 Dresden
Demokratischer Sozialismus - Weg und Ziel
Seminar mit Dr. sc. Siegfried Keil (Dresden)
Das Seminar soll beitragen, Notwendigkeit und
inhaltliche Bestimmung des demokratischen Sozialismus
herauszuarbeiten. Ausgehend von einer
Analyse der Leistungen und Fehler des ethischen
und des wissenschaftlichen Sozialismus wird die
Möglichkeit der Vereinigung beider Positionen zu
einem wissenschaftlich fundiertem Konzept des
demokratischen Sozialismus diskutiert.
Samstag, 1. April, 10-16 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
März 2000
Linkes Denken im 20. Jahrhundert:
Rudolf Bahro's "Alternative"
Vortrag und Diskussion mit Dr. Maik Hosang
(Geschaltsführer des LebensGut Pommritz)
Rudolf Bahro (1935-1998) veröffentlichte 1977
"Die Alternative- Zur Kritik des real existierenden
Sozialismus". Er verlies 1979 die DDR kehrte im
Herbst 1989 zurück und nahm eine Professur an
der Humboldt-Universität an. In seinen letzten Lebensjahren
initiierte er das LebensGut Pommritz
bei Bautzen, dessen Ziel ein qualitativ neues Dasein,
der "Homo sapiens integralis" ist. Als Credo
seiner Alternative formulierte Bahro "Ökologie und
Kommunismus"
Mittwoch, 22. März, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Frauen an die Waffen - wie weiter?
Vortrag und Diskussion mit Christina Schenk (MdB)
Nicht erst seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes,
der den Frauen den Zugang zum
Waffendienst in der Bundeswehr öffnet, ist umstritten,
inwieweit hiermit ein emanzipatorischer Ansatz
verwirklicht wird, den Linke mittragen sollten. Entgegen
steht die Auffassung, daß der Militärdienst
gerade das ungeeignetste Feld sei, die Gleichberechtigung
der Frauen durchzusetzen. Offen ist
nach dem Urteil nun auch, ob es zu weiteren Konsequenzen
für Wehrpflicht und Zivildienst etwa
auch für Frauen kommen sollte.
Mittwoch, 8. März, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Soziale Lage im Osten. Der Sozialreport 99
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Gunnar Winkler, Geschäftsführer
des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg
Zehn Jahre Sozialisation im bundesdeutschen
Kapitalismus liegen hinter uns. Wie steht es mit den "blühenden Landschaften",
mit Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, mit Eigentum und Einkommen, mit
Wohnen, Gesundheit, Bildung und Kultur? Der
Sozialreport 99 analysiert die Lage der Ostdeutschen und ihre
Veränderung und vergleicht sie mit deren subjektiver Wahrnehmung.
Mittwoch, 1. März, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Februar 2000
Achtes Dresdner Friedenssymposium
Frieden und Krieg an der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend
gemeinsam mit Sächsischer Friedensinitiative e. V., Dresdner Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V.,
DGB Sachsen
Das Jahrtausend geht zu Ende und noch immer gibt es keine Welt ohne Krieg.
Schon sind die Kriege des 21. Jahrhunderts in Vorbereitung, geostrategisch, rüstungstechisch militärisch
und mental. Will die Friedensbewegung kriegsverhindernd wirken, muß sie sich und die Öffentlichkeit darüber
aufklären, muß sie ans Licht bringen, was heute weitgehend unbemerkt geschieht.
Sonnabend, 12. Februar, 10 - 18 Uhr, Dresdner Volkshaus, Schützenplatz 14, 01067 Dresden
Max Weber und die Wertfreiheit der Wissenschaft
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Wolfgang Küttler (Berlin)
Max Webers These von der Wertfreiheit der empirischen Sozial- und Kulturwissenschaft gilt -
vor allem im Gegensatz zum Marxismus - als entscheidende Wende zum methodologischen Pluralismus.
Dazu werden folgende Fragen behandelt: Wie verhält sich Webers These zur Relation von Objektivität und Parteilichkeit,
wo liegen ihre Vorzüge und inneren Widersprüche? Was bedeutet Webers Ansatz für kritische Gesellschaftswissenschaft
nach dem Ende des realen Sozialismus?
Mittwoch, 2. Februar, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
NATO-Kriegsverbrechen in Jugoslawien (Fotoausstellung)
Autor: Prof. Dr. Dr. Ernst Woit
Gestaltung: Atelier Stankowski
Die Ausstellung entstand im Ergebnis einer Reise von Vertretern verschiedener Menschenrechtsorganisationen
durch das zerstörte Jugoslawien und dokumentiert die Kriegsverbrechen der NATO. Sie unterstützt die weitere
Vorbereitung eines Tribunals zur Anklage dieser Verbrechen.
Eröffnungsveranstaltung mit Flottillenadmiral a.D. Elmar Schmähling und Prof. Dr. Dr. Ernst Woit
am Dienstag, 1. Februar, 19.00 Uhr
Die Ausstellung wird vom 1. Februar bis zum 11. März 2000 gezeigt und ist
Montag bis Mittwoch von 9 - 16 Uhr und Donnerstag von 9 - 19 Uhr geöffnet.
Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Januar 2000
Später in Rente - früher aus der Arbeit. Generationenvertrag im 21. Jahrhundert
Vortrag und Diskussion mit Dr. Peter Müller (Dresden)
Die Altersstruktur der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland ändert sich. Bis zum Jahre 2030 wird
die Zahl älterer Menschen von heute ca. 16,9 Millionen auf geschätzte 26,4 Millionen und ihr Anteil an der
Gesamtbevölkerung von rund 20% auf ca. 36% ansteigen. Dies erfordert ein breites Spektrum von Ansätzen, das
nicht nur einseitig auf die Sicherung angemessener Lebensbedingungen im Alter orientiert. Vielmehr wird diese
demografische Entwicklung mit grundsätzlichen gesellschaftlichen Strukturveränderungen einhergehen, die
insbesondere die Arbeits- und Lebensbedingungen der jüngeren Generation betreffen und neue Fragen des Verhältnisses
der Generationen einer Gesellschaft aufwerfen.
Mittwoch, 26. Januar, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Riesengewerkschaften - Gegenmacht der Zukunft? Die Sicht der GEW
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Heinz Menzzer,
Sekretär für Hochschulen und Wissenschaft der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Dresden
Eine "Dienstleistungsgewerkschaft" im DGB mit ca. vier Millionen Mitgliedern ist offenbar im Entstehen
begriffen. Wird sie den Problemen im Zeitalter der Globalisierung gerecht werden? Die GEW bleibt (vorläufig)
draußen. Doch auch innerhalb der GEW wird gestritten...
Mittwoch, 19. Januar, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Reformalternativen im 21. Jahrhundert
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Dieter Klein (Berlin)
Was sind die Eckpunkte? Das Profil der PDS: Wo sind programmatische Erneuerungen dringlich?
Wie verhalten sich in der Gegenwart Machbares zu Visionen?
Modernisierung von links versus neoliberale Rücknahme sozialer Reformen.
Mittwoch, 12. Januar, 19 Uhr, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
1999
|