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Vergangene Veranstaltungen 2003
Dezember 2003 |
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Zum 2. Todestag von Stefan Heym:
Gespräche über einen großen linken Intellektuellen und
Lesung ausgewählter Stücke
u. a. mit Andrea Rump (Dresden)
(gemeinsam mit interpool e. V.)
"Wenn mich einer fragte: In welcher Zeit hättest du gerne gelebt?
würde ich ihm antworten: In unserer. Denn noch nie gab es eine Zeit
mit so raschen, so tief einschneidenden Veränderungen, mit so enormen
Widersprüchen, so fürchterlichen Verstrickungen und Verteufelungen
des Menschen, nie aber auch eine Zeit, in der der Mensch so sehr über
sich hinauswächst und mit solcher Kühnheit eine neue, kaum erahnte
Welt schafft."
Am 16. Dezember 2001 starb im Alter von 88 Jahren Stefan Heym. Er war eine
der bemerkenswertesten literarischen Persönlichkeiten des letzten
Jahrhunderts. Sein Leben war auf vielfältige Weise mit den historischen
Ereignissen und Widersprüchen dieser Epoche verknüpft. Der unbeirrbare
Demokrat und Aufklärer hatte sich bereits als Schüler der sozialistischen
Bewegung angeschlossen, weil er nur in deren Perspektive eine Möglichkeit sah,
seine Ideale und Überzeugungen zu verwirklichen. Seine Romane und
Erzählungen kreisen ebenso wie seine Essays um das Verhältnis
zwischen Demokratie und Sozialismus.
Mittwoch, 17. Dezember, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, Dresden
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Gemeinschaft für Menschenrechte im Freistaat Sachsen e.V. lädt ein:
10 Jahre nach der Wiener Erklärung der Weltmenschenrechtskonferenz -
Alle Menscherechte für alle Menschen
u.a. mit Prof. Dr. Ernst Woit (Dresden)
1993 wurde auf der Wiener Konferenz der Fortschritt auf dem Gebiet der
Menschenrechte seit der Allgemeinen Erklärung von 1948 analysiert.
Ausgehend davon wurde ein neues Verständnis von Menschenrechten
entwickelt: sie sind kein Ideal mehr - sie sind ein einklagbares Axiom,
welchem Geltung zu verschaffen ist. Neben konkreten Durchführungsbestimmungen
für die Durchsetzung von Menschenrechten gibt es in der Wiener Erklärung
noch eine zweite Neuerung: Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte hatte
abstrakte negative Rechte - Freiheitsrechte - für alle Menschen postuliert,
wie z. B. die Freiheit vor Verfolgung aus Gründen des Glaubens, des
Geschlechts oder der Rasse. Die Wiener Erklärung hingegen listet detailliert
partikulare Rechte auf, Rechte zudem, die keine Freiheitsrechte sind, sondern
Schutzklauseln für hilflose, unmündige Opfer. 10 Jahre nach der Wiener
Konferenz soll nun die globale Menschenrechtslage bewertet werden.
Mittwoch, 10. Dezember, 17 Uhr
Rathaus Dresden, Raum 117, Dr.-Külz-Ring 19
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Das Scheitern der WTO-Konferenz von Cancún:
In welchen zukunftsfähigen Strukturen können sich die Globalisierungsprozesse entwickeln?
Mit Helmuth Markov (PDS, Mitglied des Europäischen Parlaments)
(gemeinsam mit attac-Dresden)
Cancún zeigt, dass die Forderung nach einer Marktöffnung ohne jegliche
Differenzierung schlicht unrealistisch ist. Die Verhandlungen müssen in
offener und transparenter Atmosphäre geführt werden, damit auch die
Zivilgesellschaft die Möglichkeit hat, sich in den gesamten Prozess
rechtzeitig und umfassend einzubringen. Eine Rückkehr zu bilateralen
Abkommen ist der falsche Weg. Vielmehr müssen die Organisations- und
Entscheidungsfindungsstrukturen der WTO so umgestaltet werden, dass multilaterale
Abkommen in fairer und transparenter Weise ausgearbeitet werden. Helmut Markov,
Teilnehmer an der Konferenz in Mexiko, wird dies darlegen und gibt auch einen
atmosphärischen Einblick in die Welthandelsrunde.
Freitag, 5. Dezember, 19 Uhr
Volkshaus am Schützenplatz, Dresden
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Das Empire und das Völkerrecht -
Von der Monroe-Doktrin zur Bush-Doktrin
Mit Prof. Dr. Norman Paech (Uni Hamburg)
(gemeinsam mit Ausländerrat Dresden e. V.)
Mit der Erklärung des damaligen US-Präsidenten James Monroe vom 2.12.1823
wurde die Grundlage für die Politik der internationalen amerikanischen
Vormachtsstellung gelegt. Besonders stark bis zum Eintritt in den 2.Weltkrieg
prägte der Machtkampf zwischen den Isolationisten und Interventionisten die
Form des US-Imperialismus. Mit dem Kosovo-Krieg wurde diese Auseinandersetzung
unter den amerikanischen Eliten endgültig entschieden. Die Bush-Administration
verfolgt nun eine offen imperiale Politik unter Verwendung aller ihr zur Verfügung
stehenden Machtmittel. Norman Paech wird dies darlegen und unter den Aspekten des
Völkerrechts bewerten.
Mittwoch, 3. Dezember, 19 Uhr
Volkshaus am Schützenplatz, Dresden
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November 2003 |
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Die PDS nach dem Chemnitzer Programmparteitag
Mit Prof. Dr. Dieter Klein (Mitautor des Programmentwurfes der PDS und Vorsitzender der Grundsatzkommission, Berlin)
Die Diskussionen um den neuen Programmentwurf der demokratischen Sozialisten
bestimmen seit Jahren die innerparteiliche Debatte der PDS. Nicht zuletzt die
Suche nach einem inhaltlichen Konsens über die Ziele einer sozialistischen
Partei, welche extrem heterogen zusammengesetzt ist, kennzeichnet diesen Diskurs.
Doch was für die PDS eine innere Zerreißprobe darstellt, gelingt der Partei
kaum, in die Gesellschaft hinauszutragen: die Diskussion um den Sozialismus als
gesellschaftliches Alternativkonzept zum herrschenden System. Auf dem Chemnitzer
PDS-Parteitag Ende Oktober soll nun ein neues Parteiprogramm verabschiedet werden.
Die Veranstaltung mit Dieter Klein, einem der programmatischen Vordenker der PDS,
soll die Ergebnisse im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der PDS als Partei
und innerhalb der Linken analysieren.
Donnerstag, 27. November, 18 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, Dresden
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Wie arm sind Dresdens Kinder?
Vorstellung der "Dresdner Kinder-Studie"
Mit Prof. Dr. Karl Lenz (Institut für Soziologie der TU Dresden)
Kinder stellen in Deutschland eines der größten Armutsrisiken dar.
Zugleich gehen in von Arbeitslosigkeit betroffenen Familien besonders häufig
Streitigkeiten zwischen den Eltern und Kindern, autoritäre Erziehungsmethoden,
wie Ausschimpfen, Verbote oder auch körperliche Züchtigung, einher. Armut
wirkt sich langfristig auf die Entwicklung der Kinder und damit auf die Zukunft unserer
Gesellschaft aus. Dass die Arbeitslosigkeit der Eltern gravierende Auswirkungen auf das
Aufwachsen von Kindern hat, ist ein vielfach empirisch belegtes Ergebnis. Auch die von
Karl Lenz geleitete Dresdner Kinderstudie zeigt, dass durch die Arbeitslosigkeit das
Familienleben stark beeinflusst wird. Kinder mit arbeitslosen Eltern sind deutlich
stärker von Familienkonflikten betroffen. Wie erleben Kinder Dresden? Welche
Ängste und Sorgen haben sie? Auf diese und andere Fragen gibt der Referent mit
der Vorstellung der ersten Dresdner Kinderstudie Antwort.
Dienstag, 25. November, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, Dresden
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Semestereröffnungsveranstaltung:
Links-Basar an der TU Dresden.
Links zu alternativem Denken,
Links zu Knete und Stipendien,
Links zu alternativen Netzwerken,
Links zur Rosa-Luxemburg-Stiftung
Mit Beginn des neuen Semesters, stellen sich VertreterInnen verschiedener Gruppen
und Vereine aus dem alternativen Profil den Studierenden in Dresden vor.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und ihre Stipendien
Der Weg zum Stipendium: Vorstellung des Studienwerks der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Informationen über Vorraussetzungen und Umfang der Fördermöglichkeiten.
Mittwoch, 5. November, 17 Uhr
TU Dresden, Hörsaalzentrum, Bergstrasse, Raum HSZ E 05
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Oktober 2003 |
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Linkes Denken:
Ernesto Che Guevara
Mit Dr. Werner Abel, Politikwissenschaftler (TU Chemnitz)
"Che Guevara" als Popstar einer sich als revolutionär verstehenden 68er Generation
und auch heute noch als ein linkes Label? Der sich mit dem Namen verbundene Mythos reduziert
die Person des Revolutionärs stark. Kaum wird sein theoretisches und praktisches Wirken
(u. a. Leiter der kubanischen Nationalbank und Industrieminister) als Politiker
reflektiert. Mit der Veranstaltung will der über Che Guevara promovierte Referent
häufig vernachlässigte Seiten dieser historischen Persönlichkeit beleuchten.
Mittwoch, 29. Oktober, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Privatisierung öffentlichen Eigentums - eine vorläufige Bilanz
Mit Dr. Werner Rügemer, Publizist (Köln)
Werner Rügemer, bekannt unter anderem durch die Aufdeckung des Kölner
Müllskandals, versucht eine Bilanz der bisherigen Privatisierungspolitik in Bund,
Ländern und Gemeinden Deutschlands zu geben. Was hat die Überführung von
Post und Bahn, um zwei markante Beispiele zu nennen, dem Bürger bisher gebracht?
Welche Folgen hatten die Verkäufe kommunalen Eigentums? Welche Kosten und welcher
Nutzen sind mit diesen Operationen verbunden und bei wem fallen diese an? Anhand konkreter
Analysen und Fallbeispiele sollen prinzipielle Muster dieser Strategie kenntlich gemacht werden.
Mittwoch, 15. Oktober, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Kolloquium:
Kriege im 21. Jahrhundert
Mit Dr. Erhard Crome, Peter Feist, General a. D. Dr. Hermann Hagena, Dr. Gerhard Kümmel,
Prof. Dr. Rolf Lehmann, Prof. Dr. Gregor Schirmer, Prof. Dr. Ernst Woit
(gemeinsam mit Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V.)
Das Kolloquium dient der Klärung der Frage, welche Art von Kriegen heute und
in naher Zukunft vor allem den Frieden bedrohen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung
für die Ausrichtung friedenspolitischer Konzepte und Aktionen, für die
vorausschauende Ausarbeitung einer möglichen Gegenstrategie, für die Motivation
der Friedensarbeit und für die rechtzeitige Organisation von öffentlichen
Protesten im Vorfeld und während der Kriege. Insbesondere geht es dabei um die
Aufklärung der Öffentlichkeit über die wahren Ursachen und Urheber
dieser Kriege.
Es wird ein Tagungsbeitrag von 5 € erhoben. Anmeldungen für das Kolloquium
richten Sie bitte bis zum 10. September 2003 an Rosa-Luxemburg-Stiftung/Regionalbüro Dresden
Samstag, 11. Oktober, 10-18 Uhr
Volkshaus am Schützenplatz, 01067 Dresden
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Konferenz:
Integrations- und Asylpolitik in Sachsen
(gemeinsam mit Ausländerrat Dresden e.V., Sächsischer Flüchtlingsrat)
| 1. Tag: | | 10.00 Uhr | | Eröffnung im Plenum |
| 2. Tag: | | 9.30 Uhr | | Arbeit in den Foren |
| | | 12.45 Uhr | | Abschlussdiskussion im Plenum |
Die Konferenz wird sich mit der 13jährigen sächsischen Integrations-
und Asylpolitik in Sachsen beschäftigen. An zwei Tagen wird im Plenum mit
hochrangigen VertreterInnen der Landes- und Kommunalebene diskutiert. In verschiedenen
Arbeitsgruppen sollen spezielle Fragen der Integrations- und Asylpolitik bearbeitet werden.
Am Ende werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen und die Empfehlungen an die
sächsische Politik im Plenum vorgestellt.
Referenten sind u. a. Herr Rasch (sächsischer Innenminister), der
Dresdner Oberbürgermeister Herr Rossberg, Vertreter der Landtagsfraktionen
von CDU, PDS, SPD und des Landesverbandes der Grünen, Frau Schieferdecker-Adolph
(Ausländerbeauftragte Dresden), Dresdens Sozialbürgermeister Herr Kogge,
Herr Yacoub (Ausländerrat Dresden) sowie MigrantInnenvertreter und
SprecherInnen von anderen Gruppen und Vereinen
Freitag, 10. Oktober und Samstag, 11. Oktober
Rathaus, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden
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Soziale Grundsicherung
Podiumsdiskussion zum Abschluss der Expertentagung
u.a. mit Roland Blaschke (Vorsitzender sächsische Armutskonferenz),
Prof. Dr. Wolfgang Engler (Soziologe, Berlin),
Katja Kipping (stellvertretende Parteivorsitzende der PDS)
Staatliche Geldnot führt fortgesetzt zu Kürzungen auf den Feldern der
öffentlichen sozialen Sicherung. Doch gerade auf diesen Sektoren sollte die
(Minimal-)Solidarität als gesellschaftlicher Anspruch verwirklicht werden.
Nun wird mit immer neuen Forderungen und Inkaufnahme ihrer Folgen die bestehende
Finanzverteilung zwischen den Geschlechtern, Generationen sowie Arm und Reich in
Frage gestellt. Das Konzept der sozialen Grundsicherung ist mehr als der Versuch
einer fiskalischen Korrektur grundsätzlicher gesellschaftlicher Fragen. Es
geht um das Ziel der Beförderung individueller Autonomie und eines anderen
grundlegenden Ziel des Sozialstaates - der Herstellung von mehr Gleichheit. Diese
Veranstaltung präsentiert die Ergebnisse der Expertentagung und stellt sie
zur Diskussion.
Freitag, 10. Oktober, 19 Uhr
Filmtheater "Schauburg", Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
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Minderheitenpolitik in Europa
Mit MdL Heiko Kosel (Sprecher für Europa- und Minderheitenpolitik
für die PDS im Sächsischen Landtag)
Die Europäische Union erweitert sich nicht nur um Territorium und
Wirtschafträume, sondern auch um ein Bündel ethnischer Probleme -
ohne eigene Minderheitenprobleme vollständig gelöst zu haben
(z. B. Baskenland, Korsika). Der Referent wird daher die Problemfelder
europäischer Minderheitenpolitik im Kontext zukünftiger Anforderungen darstellen.
Mittwoch, 1. Oktober, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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September 2003 |
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Agenda 2010: Was bleibt "sozialstaatlich" bei der Gesundheitsversorgung?
Mit MdL Brigitte Zschoche (Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags, PDS)
Das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps. Jeder weiß: die öffentlichen
Kassen sind leer, die Sozialsysteme kollabieren, es muss etwas geschehen. Der Einfluss
von Lobbyverbänden und Unwillen der politischen Entscheidungsträger verhindern
jedoch strukturelle Veränderungen, womit die "Reformen" kurzfristig vor allem Kranke,
Ärmere sowie Ältere und langfristig die Mehrzahl der Bevölkerung finanziell
stärker belasten. Die Referentin wird vielmehr Alternativvorschläge, wie die
Bürgerversicherung und die Erweiterung von Angeboten für gesundheitliche
Prävention, des Impfschutzes und gesundheitlichen Verbraucherschutz darstellen.
Mittwoch, 24. September, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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175 Jahre TU Dresden - eine Nachlese
Mit Prof. Dr. Elenor Volprich (Dresden) und Prof. Dr. Siegfried Wollgast (Dresden)
Das Jubiläum der Gründung der Technischen Bildungsanstalt in Dresden vor
175 Jahren ist auch Anlass, den Blick auf ein spezifisches Kapitel der TU-Geschichte
zu werfen: Die Geschichte der Allgemeinen Abteilung und die Abwicklung ihrer
Nachfolgeinstitutionen der DDR. Dazu werden zwei Vorträge zur Diskussion gestellt.
Prof. Dr. Siegfried Wolgast, spricht über Geisteswissenschaften an der
TH Dresden in den 20er und 30er Jahren und Prof. Dr. Elenor Volprich referiert
über die Jahre 1990/91 - eine Zäsur in der Geschichte der TU Dresden.
Mittwoch, 17. September, 18 Uhr
Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
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August 2003 |
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Podiumsgespräch zum Weltfriedenstag:
Krieg als letztes Mittel der Politik?
Neue Gründe für den gerechten Krieg?
Mit Kapitän zur See Wolfgang Brasack (Kommandeur des Verteidigungsbezirks 76, Dresden)
und Prof. Dr. Wolfgang Scheler (Sächsische Friedensinitiative, Dresden)
(gemeinsam mit Sächsischer Friedensinitiative, Christliche Friedenskonferenz Deutschtand)
Freitag, 29. August, 19.30 Uhr
Haus der Dreikönigskirche, Hauptstraße, 01097 Dresden
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Juni 2003 |
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Demokratiebewegung in den arabischen Staaten
Mit Nabil Yokoub (Geschäftsführer Ausländerrat Dresden)
(gemeinsam mit Ausländerrat Dresden e. V.)
Demokratie fällt nicht vom Himmel,
bestimmt nicht aus B-52 Bombern.
Sie muss von den Völkern selbst erkämpft werden.
Demokratie soll einkehren in die arabische Welt. "Imperiale Demokraten" wollen
die Menschen der Region mit dem Schwert "befreien"?
Wie siehst es mit den demokratischen Kräften vor Ort aus? Wie stehen die
Vereinigten Staaten zum Kampf um die Demokratisierung der Region wirklich?
Nabil Yakoub wird diese Diskussion um eine Demokratisierung seiner Heimatregion
in Abgrenzung zu der Sicht "westlicher Experten" mit dem Wissen eines aus
Ägypten stammenden Kenners der Situation vor Ort anreichern.
Mittwoch, 18. Juni 2003, 19 Uhr
Technische Universität Dresden, Hörsaalzentrum Bergstraße, Raum HSZ 101
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Menetekel 17. Juni - Ein Land in der Krise.
Geschichte und literarische Reflexion
Dresdner Kolloquium zum 17. Juni
(gemeinsam mit PDS-Fraktion im Sächsischen Landtag, PDS-Stadtratsfraktion Dresden)
Samstag, 14. Juni 2003
Rathaus, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden
- 10-13 Uhr
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- Eröffnung durch Prof. Peter Prosch (Fraktionsvorsitzender der PDS im Sächsischen Landtag)
und Ralf Lunau (Vorsitzender der PDS-Stadtratsfraktion Dresden)
- Prof. Siegfried Prokop:
- Die Intellektuellen und der 17.Juni
- Prof. Klaus Schumann:
- Krisenreflexion und Krisenbewältigung bei Brecht, Heym und Loest
- 14-17 Uhr
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- Dr. Jochen Cerny:
- Zum aktuellen Forschungsstand über den 17.Juni
- Dr. Angelika Klein:
- Der 17.Juni im mitteldeutschen Raum
- Dr. Elke Scherstjanoi:
- Voraussetzungen für den 17.Juni: das Jahr 1952
- Prof. Klaus Pezold:
- Literarische Reflexe der Krisenjahre 1952/1953 bei Uwe Johnson und Christoph Hein
- Dr. Wilfriede Otto:
- Die SED zwischen Stalinismus und letzter Selbstfindung
- Dr. Jens-Fietje Dwars:
- Die Chance des Fiaskos in den Augen von Becher und Brecht
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Mai 2003 |
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Marktwirtschaft ohne Kapitalismus?
Mit Silke Nemuth und Norbert Rost (AG Natürliche Wirtschaftsordnung, Dresden)
Welche Alternativen gibt es zum Wachstumszwang und warum ist dieser zu hinterfragen?
Ein oft unterschätztes Problem des herrschenden Wirtschaftssystems ist die
automatische Umverteilung von Arm zu Reich durch den Zins. Dabei ist der Zins
kein "Naturereignis", sondern ein behebbares Problem. Der Vortrag beschäftigt
sich mit den Folgen des herrschenden Geldsystems sowie wie sie behoben werden können.
Mittwoch, 21. Mai 2003, 19 Uhr
Technische Universität Dresden, Hörsaalzentrum Bergstraße, Raum HSZ 103
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Politische Theorie: August Thalheimer
Mit Prof. Dr. Klaus Kinner (Leipzig)
Unter den theoretischen Köpfen des deutschen Kommunismus gehört August
Thalheimer zu den führenden. Seine politische Theorie begründete in
der Folge Rosa Luxemburgs eine konsistente theoretische Alternative zum Bolschewismus.
Unter der Führung der ehemaligen Funktionären Heinrich Brandler und August
Thalheimer wurde am 30. Dezember 1928 Die Kommunistische Partei Deutschlands (Opposition)
gegründet. Die MitgliederInnen der KPD(O) waren Gegner der ultralinken Auffassungen
und der zunehmend Moskauhörigen KPD unter Ernst Thälmann.
Mittwoch, 14. Mai 2003, 19 Uhr
Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
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Tag der Befreiung - der 8. Mai und seine Stellung in der Nachkriegsgeschichte
Mit Prof. Dr. Werner Bramke (Leipzig)
Die Interpretation und historische Einordnung des 8. Mai 1945 erfolgte
im Nachkriegsdeutschland unterschiedlich: "Tag des Zusammenbruches" oder
"Tag der Befreiung" - u. a. anhand dieser schon begrifflich unterschiedlich
gewichtenden Bezeichnungen verlief der Umgang mit dem historischen Fakt der
bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches unter der Nazi-Herrschaft.
Der Referent, Historiker und Leipziger Hochschullehrer, wird in seinem Vortrag
auf die Bedeutung der ungleichen und oft verkürzten Debatte über den
8. Mai 1945 eingehen. Dabei soll es auch um die Defizite der
Geschichtsbetrachtung in beiden deutschen Staaten gehen. Vor allem aber
um die Frage, welche Stellung hat dieses Ereignis im historischen Bewusstsein
des wiedervereinten Deutschland.
Donnerstag, 8. Mai 2003, 18.30 Uhr
Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
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April 2003 |
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Pierre Bourdieu: "Elend der Welt".
Zeugnisse und Diagnosen alltäglichen Leidens an der Gesellschaft
Mit Prof. Dr. Harald Wagner (Evangelische Hochschule für soziale Arbeit, Dresden)
Der Soziologe und Intellektuelle Pierre Bourdieu ist am 23. Januar 2002
im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.
Mit seinem Werk "Die feinen Unterschiede", das 1979 in Frankreich, 1982
auch in Deutschland, erschien, wurde er berühmt. Indem er auf ebenso
spannende wie aufklärerische Art und Weise sozilogische Themen darstellte
avancierte er zu einem "Meister der Lebensstilanalyse". Pierre Bourdieu
wirkte in seinem Land und weit darüber hinaus mit seinen Schriften
politisch explosiv. Seine Schrift "Das Elend der Welt" kann man als
eine Bibel der Misere lesen, als ein Schicksalspanorama, als fortlaufende
soziale Erzählung. Ein Zug von Erniedrigten und Beleidigten wandert vor
unseren Augen vorbei und es entsteht eine Art Selbsterklärung der beschädigten
menschlichen Existenz. Ein unvergleichiches Buch der Teilnahme von
WissenschaftlerInnen am sozialen Geschehen, am realen Verstehen.
Mittwoch, 30. April 2003, 19 Uhr
Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
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Kolloquium in der Reihe: Naturwissenschaftliches Weltbild und Gesellschaftstheorie
Die biotechnische Revolution.
Naturwissenschaftliche und gesellschaftstheoretische Aspekte
(gemeinsam mit Jahresringe Dresden e.V., Leibniz-Sozietät e.V.)
Die Diskussion wird mit Vorträgen zu folgenden inhaltlichen
Schwerpunkten eröffnet: Chancen und Gefahren moderner
Biotechnologie und Biomedizin; biomedizinische Vermarktung
des Menschen; Gentechnik, Reproduktionstechnik und Stammzellenforschung
als ethische Herausforderungen; Menschenwürde und Freiheit der Forschung
im Konflikt.
ANMELDUNG bis 16.03.2003, Tagungsbeitrag 5 €
Samstag, 26. April 2003, 10-17 Uhr
TU Dresden, von-Gerber-Bau, Raum 037, Bergstrasse 53, 01069 Dresden
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Linkswende in Lateinamerika?
Mit Prof. Dr. Dieter Boris (Universität Marburg)
(gemeinsam mit attac-Dresden, Entwicklungspolitisches Netzwerk und der DGB-Gewerkschaftsjugend)
In vielen lateinamerikanischen Ländern haben sich im Gefolge
der Wirtschaftskrisen der 90er Jahre nicht nur die sozialen
Konflikte zugespitzt, sondern offensichtlich auch Ansätze für
eine politische Trendwende vom Neoliberalismus zu mehr sozial
orientierten, teilweise linkspopulistischen Politikmustern
herausgebildet. Die Linksregierung in Brasilien ist dafür
nicht der einzige Beleg. Worin besteht der Inhalt dieser
Erscheinung, gibt es Hoffnung auf sozialen Fortschritt und
einen dauerhaften Trendumbruch? Professor Boris, Soziologe
und Autor mehrerer Bücher über die sozialen Bewegungen in
Lateinamerika hat am Weltsozialgipfel in Porto Allegre
teilgenommen und kann eine authentische Einschätzung vornehmen.
Donnerstag, 10. April 2003, 19 Uhr
Volkshaus am Schützenplatz, 01067 Dresden
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Umbau der Sozialsysteme in Deutschland: Riester-Rente, Hartz-Kommision, Rürup...
Mit Hans-Jürgen Muskulus (Sprecher der Sächsischen Armutskonferenz, Dresden) und Prof. Dr. med. Dieter Scheuch (Dresden)
In Politik und Presse werden Schlagworte transportiert, welche
Probleme zunächst personalisieren: Rieser, Hartz, Rürup...
Damit wird vor allem die Debatte um die Hintergründe einer tief
greifenden Umgestaltung der Sozialsysteme verkürzt dargestellt.
Doch diese Reformen werden das Gesicht Deutschlands nachhaltig
verändern. Aktuell wird die Gesundheitsreform besonders diskutiert.
In der Veranstaltung werden die Argumente vom "armen" Deutschland,
der Notwendigkeit nach mehr "Eigenverantwortung" usw. auf ihre
Gültigkeit analysiert und die Folgen für die Bundesrepublik und
ihre Menschen dargestellt werden.
Mittwoch, 2. April 2003, 19 Uhr
Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
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März 2003 |
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Freiheit oder Brot?
Eine Unterhaltung über die Frage, ob man die Freiheit essen kann
Mit Bernd Rump (Dresden)
Benito Mussolini soll, so jedenfalls zitiert ihn Albert Camus,
einst ausgerufen haben "Nie hörte ich die Menschen nach Freiheit,
sondern immer nach Brot schreien". Und Camus fügte in etwa hinzu:
Als er den Ruf nach Freiheit vernahm, war das Echo sein Untergang.
Mit dem Kopf nach unten. Als Albert Camus dies in einem Essay über
den Sozialismus der Galgen schrieb, hatte er das Ungarn des Jahres
1956 vor Augen und die Tatsache, das man für oder gegen die Freiheit
am Galgen enden kann. Ihm war es allemal lieber, dies für die Freiheit
zu tun. Und wie für viele andere Intellektuelle bezeichnete dies den
Bruch mit dem Sozialismus. Ein Bruch im Namen der Freiheit, der
Beschluss, eine Alternative Freiheit oder Brot nicht mehr anzuerkennen.
Mittwoch, 26. März 2003, 19 Uhr
Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
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Fremde Freunde? Die Rolle der einzigen Supermacht USA im Internationalen System
Mit Stefan Robel (Lehrstuhl für Internationale Politik/TU Dresden)
(gemeinsam mit dem Herbert-Wehner-Bildungswerk)
Wie weit darf Kritik an Partnern gehen und wie antiamerikanisch
ist Kritik am Kurs der Bush-Regierung? Begründete Positionen sollen
solche Vorwürfe entkräften helfen. Die Veranstaltung versucht daher
die Motive hinter der amerikanischen Außenpolitik darzulegen, um ein
Verständnis für diese Politik zu fördern. Dabei gilt es die historischen
Denkschulen innerhalb der US-Politik heranzuziehen. Schlagworte wie
"America First", Isolationismus, Uni- oder Multilateralismus
verdeutlichen die verschiedenen Ausprägungen amerikanischer
Außenpolitik und sind immer auch eine Reaktion auf die Stellung
der USA im internationalen System.
Welche Motive stecken hinter dem aktuellen Agieren der US-Administration
und wie ist dies im Kontext der globalen Bedingungen zu bewerten?
Mittwoch, 19. März 2003, 19 Uhr
Ortsamt Altstadt, Bürgersaal, Theaterstraße 13, 01067 Dresden
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Buchpräsentation:
Hapal Brar über sein Buch "Perestrojka"
Hapal Brar, gebürtig im indischen Punjab, lebt und arbeitet seit
1962 in Großbritannien. Er ist u. a. Mitglied der "Socialist Labour
Party". Harpal Brar analysiert aus seiner Sicht im vorliegenden
Buch die Gründe für den Zusammenbruch des sozialistischen
Gesellschaftssystems in der Sowjetunion. Ausgehend von der
Ära Gorbatschow, werden die wirtschaftliche Entwicklung in der
Zeit nach Lenins Tod bis zum Ende der Sowjetunion betrachtet.
Brar sieht einen Zusammenhang des politischen und ökonomischen
Revisionismus anhand zahlreicher Originaltexte beweisbar.
Fragen nach weiteren Gründen, neben der Wirtschaftspolitik,
wie die Demokratiedefizite des Staatssozialismus, werden eine
spannende Diskussion anhand der nicht unumstrittenen Publikation
ermöglichen.
Montag, 10. März 2003, 19 Uhr
Haus der Begegnung (Großer Saal), Großenhainer Str. 93, 01127 Dresden
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Krieg für Frieden?
Welche Alternativen der Konfliktlösung gibt es? Darf der Frieden mit Krieg hergestellt werden?
Mit Clemens Ronnefeld (Crastel)
(gemeinsam mit attac-Dresden/AG Frieden)
Clemens Ronnefeld, Referent für Friedenfragen des Versöhnungsbundes, stellt
am Beispiel der Kriege gegen Jugoslawien, Afghanistan und Irak Alternativen
vor, wie Konflikte behoben werden könnten, ohne Krieg zu führen. Es soll die
Frage aufgeworfen werden, ob es sich bei einem Krieg gegen Irak um einen
bedrohten Frieden handelt.
Samstag, 8. März 2003, 19.30 Uhr
Haus der Dreikönigskirche, Hauptstrasse 23, 01097 Dresden
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"Erst brannten die Bücher..." Gedenkveranstaltung zur Bücherverbrennung vor 70 Jahren
(gemeinsam mit Kulturverein "Kleine Freiheit", HATIKVA, Verein für regionale Geschichte und Politik)
Am 8.3.1933 steckten die Nationalsozialisten am Wettiner Platz in Dresden Bücher in Brand.
Dresdner SchriftstellerInnen, SchülerInnen und Vereine erinnern und mahnen zur 70. Wiederkehr dieses Ereignisses.
Freitag, 7. März 2003, 18 Uhr
Wettiner Platz, 01067 Dresden
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Róza und die Wölfe - Biografische Recherchen zu Rosa Luxemburg
Buchpräsentation mit Ingeborg Kaiser (Berlin)
Rosa (eigentlich Róza, sprich Ruscha) Luxemburg, mit 18 schon politische Emigrantin,
mit 27 Doktor der Rechte, streitbare Marxistin, mitreißende Rednerin, deren Polemiken
gegen Anpasser, Bürokraten und Militärs Geschichte machen. Ingeborg Kaiser hat die
"Feuerfrau" jahrelang studiert, Erzählungen, Gedichte, Dramenentwürfe und schließlich
dieses Buch geschrieben. Aus existentieller Empathie heraus ist ein literarisches
Kunstwerk entstanden, das von der Begegnung zweier Frauen erzählt, die sich nie
begegnet sind und die doch so manches gemeinsam haben.
Donnerstag, 6. März 2003, 19 Uhr
Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
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Februar 2003 |
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Elftes Sächsisches Friedenssymposium
Gewaltfrieden nach dem Willen der "einzigen Weltmacht"? Wege aus der Gefahr
(gemeinsam mit Sächsische Friedensinitiative Dresden, Aktionsgemeinschaft Frieden Dresden,
Ausländerrat Dresden, Arbeitsgemeinschaft Offene Kirche Sachsen, DGB Kreis Dresden,
Dresdner Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik,
Gemeinschaft für Menschenrechte im Freistaat Sachsen, IPPNW - Ärzte in sozialer Verantwortung)
Krieg folgt auf Krieg - "Wüstensturm" im Irak,
Intervention in Somalia, Aggression gegen Jugoslawien, Krieg gegen Afghanistan.
Kann die Führungsmacht des Westens so ihre neue Weltordnung befestigen?
Das Symposium geht der Frage nach, wie es sich erklärt,
dass nach dem Ende des militarisierten Systemkonflikts die Außenpolitik der
großen westlichen Demokratien nicht zum Frieden findet.
Welche Gegenkräfte gibt es und welche Gegenwirkung
erscheint aussichtsreich? Welche sinnvollen und erreichbaren Ziele kann sich die
Friedensbewegung hierzulande angesichts der besonderen Verantwortung Deutschlands
stellen und welche Bündnisse sollte sie anstreben?
Samstag, 22. Februar 2003, 10 Uhr
Dresdner Volkshaus (Gewerkschaftshaus), Schützenplatz 14, 01067 Dresden
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Erneuerung der PDS:
Effektivierung und Straffung versus Demokratisierung und Emanzipation?
Mit Ingrid Mattern, PDS-Stadtvorsitzende Dresden
Nach der verlorenen Bundestagswahl ist innerhalb und im Umfeld
der PDS der Begriff "Parteireform" zum geflügelten Wort geworden. Doch bereits auf
dem sächsischen PDS-Parteitag 1993 sollte eine Parteireform in Gang gesetzt werden,
wie sie unter den neuen Bedingungen auch im Jahr 2002 beim Parteitag in Dresden diskutiert wurde.
Neben den Problemen von sinkenden Mitgliederzahlen, Überalterung
und geringer Attraktivität für politische Quereinsteiger, wurde vor allem ein Mangel
an innerparteiliche Demokratie als Krisenursache ausgemacht.
Welche "Reformansätze" scheinen sinnvoll und umsetzbar?
Auf welchen Ebenen und wie werden die notwendigen Veränderungen praktisch umgesetzt
werden können?
Ingrid Mattern wird die Probleme anhand der Situation in
Dresden analysieren und die anstehenden Aufgaben aus ihrer Perspektive als neue Dresdner
PDS-Stadtvorsitzende darstellen.
Mittwoch, 12. Februar 2003, 19 Uhr
Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
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Januar 2003 |
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Faschistische Machtergreifung in Sachsen vor 70 Jahren
Mit Dr. Clemens Vollnhals MA, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. (Dresden), Prof. Dr. Horst Schneider (Dresden)
(gemeinsam mit VVN-Dresden und Geschichtsverein)
Vor 70 Jahren, im Januar 1933, ergriff die faschistische Hitlerpartei die Macht
und errichtete eine Schreckensherrschaft, die zwölf lange Jahre währte und
Deutschland, später ganz Europa und die Welt in die größte Katastrophe des
20. Jahrhunderts stürzte. Wo lagen die Wurzeln des Faschismus, wie äußerte
sich die Machtergreifung konkret in Dresden und Sachsen? Sind Schlussfolgerungen für
heutige Politik möglich und sind Vergleiche des heutigen Deutschland mit der Situation
vor der faschistischen Machtergreifung sinnvoll?
Zwei profunde Kenner des Faschismus und streitbare Zeitgenossen von heute diskutieren
miteinander und mit dem Publikum.
Mittwoch, 29. Januar 2003, 19 Uhr
Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
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Der Kampf um Demokratie in der Islamischen Welt
Mit Dr. Sabine Kebir, Publizistin (Berlin)
(gemeinsam mit dem Ausländerrat Dresden)
In vielen westlichen Ländern ist es üblich geworden,
Islam, Islamismus und islamistischen Fundamentalismus gleichzusetzen und im Kontext mit Terror,
Diktatur und Anachronismus zu sehen. Welche Entwicklungen haben zu dieser Sichtweise geführt,
wem nützt sie? In welchem Zusammenhang stehen islamischer Fundamentalismus, feudale
Restauration und neoliberale Einflüsse? Welche Rolle spielte und spielt der
Panarabismus, die Idee eines säkularisierten Sozialismus heute? Welche Kräfte
kämpfen für die Demokratie in der islamischen Welt und an welche Traditionen knüpfen sie an?
Dr. Sabine Kebir beantwortet diese Fragen vor allem mit einem
Blick auf Algerien, einem Land, in dem sie lange gelebt hat.
Mittwoch, 22. Januar 2003, 19 Uhr
Internationales Begegnungszentrum, Heinrich-Zille-Str.6, 01219 Dresden
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Streitthema PISA-Studie:
Welchen Stand hat der Zukunftsfaktor Bildung in Deutschland - was sagt der europäische Vergleich?
Podiumsdiskussion mit Julia Bong (Sprecherin Landesschülerrat),
Ursula-Marlen Kruse (stellv. Vorsitzende GEW Sachsen),
Prof. Dr. Wolfgang Melzer (Fak. Erziehungswissenschaften/TU Dresden),
Heike Werner (MdL/Bildungspolitische Sprecherin PDS-Fraktion)
Moderation: Michael Bartsch (freier Journalist)
Wird die Chance einer Bildungsoffensive durch parteipolitische Profilierungsversuche vertan?
Die Fragen nach der Aussagekraft der Studie und warum diese so unterschiedlich interpretiert
werden stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung.
In der Diskussion mit VertreterInnen von Gewerkschaften, Parteien und Institutionen
sollen weiterführend die Ergebnisse der PISA-Studie für den Bildungsstandort Deutschland
und die daraus resultierenden Forderungen problematisiert werden.
Mittwoch. 15. Januar 2003, 19 Uhr
TU Dresden, von-Gerber-Bau Raum 037, Bergstrasse 53, 01069 Dresden
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2002 |
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