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Vergangene Veranstaltungen 2005
Dezember 2005 |
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Korruptionssumpf öffentlich-rechtliche Medien?
Mit MdL Heiko Hilker (Medien- und Technologiepolitischer Sprecher der
Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Mitglied des sächsischen Rundfunkrates)
Mittwoch, 7. Dezember, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden
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November 2005 |
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Podiumsdiskussion
800 Jahre Dresden - Stad(t)t Feiern Zwangsumzüge?
Zur Wohnsituation Hartz IV-Betroffner in Dresden
(gemeinsam mit GEW, DGB, ver.di, Erwerbsloseninitiative, Euromarsch,
Dresdner Bündnis gegen Sozialkahlschlag, Arbeitslosenrat)
Montag, 28. November, 18.30 Uhr
Rathaus Dresden, Plenarsaal, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden
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Podiumsdiskussion
Nach der Bundestagswahl - Wie weiter zwischen Linkspartei.PDS und WASG?
Mit Dr. Martine Große (AG "Strategische Entwicklung von Linkspartei.PDS und WASG"
der Linkspartei.PDS Sachsen, Dresden) und Enrico Stange (Sprecher WASG Sachsen, Leipzig),
Moderation: Thomas Westphal (Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen)
Mittwoch, 23. November, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden
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Die Linke wieder im Bundestag: Vor welchen Aufgaben stehen die sächsischen Linkspartei.PDS-Abgeordneten?
Mit Michael Leutert (Sächsische Landesgruppe der Linksfraktion im Deutschen Bundestag,
Stellv. Landesvorsitzender DIE LINKE.PDS Sachsen, Dresden)
Mittwoch, 2. November, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden
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Oktober 2005 |
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Buchvorstellung
Eine trotzkistische Bergsteigergruppe aus Dresden im Widerstand gegen den Faschismus
Mit Dr. Barbara Weinhold (Dresden)
Mittwoch, 26.Oktober, 19 Uhr
HATIKVA, Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
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Buchvorstellung
Und geh nicht ohne Gruß
Mit Rudolf Scholz (Dresden)
Mittwoch, 19. Oktober, 19 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden
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»Deutschland, einig Vaterland ...«?
Zum 15. Jahrestag der Deutschen Einheit
Mit Dr. Hans Modrow (Berlin)
(gemeinsam mit den Fraktionen DIE LINKE.PDS im Dresdner Stadtrat und im Sächsischen Landtag)
Mittwoch, 5. Oktober, 18 Uhr
Rathaus Dresden, Plenarsaal, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden
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September 2005 |
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Linke Bündnisse in Deutschland
Mit Prof. Dr. Georg Fülberth (Politikwissenschaftler, Universität Marburg)
Mittwoch, 28. September, 19 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden
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Buchvorstellung
Wohlfahrtsstaat als Standortvorteil - Deutschlands Reformirrweg
im Lichte des skandinavischen Erfolgsmodells
Mit Dr. Cornelia Heintze (Volkswirtin und Soziologin, Leipzig)
Mittwoch, 7. September, 19 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden
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Podiumsdiskussion zum Weltfriedenstag 2005
60 Jahre Hiroshima und Nagasaki - die Bombe und die Menschheit
Mit Prof. Dr. Ernst Woit (Dresdner Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik), Michael Winkler (Dresdner Friedensbündnis)
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Scheler
(gemeinsam mit Sächsische Friedensinitiative Dresden e.V., Dresdner Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V., IPPNW Ärzte in sozialer Verantwortung, Arbeitsgemeinschaft Offene Kirchen in Sachsen, AG Frieden Dresden, Dresdner Friedensaktion, Gemeinschaft für Menschenrechte in Sachsen)
Donnerstag, 1. September, 19.30 Uhr
Haus der Kirche - Dreikönigskirche, Hauptstraße 23, 01091 Dresden
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Juli 2005 |
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Ein Grund zum Leben:
Diskussionsforum zum Bedingungslosen Grundeinkommen
Es diskutieren mit Ihnen nach kurzen Statements
Günter Sölken, Öffentlichkeitsreferent eines
mittelständischen Unternehmens, Sprecher Netzwerk Grundeinkommen,
Dr. Edwin Schudlich, ehemalig wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Institut für Sozialforschung Frankfurt/Main und
DGB-Sekretär in Hessen,
Dario Azzellini, Mitglied "Für eine linke Strömung" -
FelS, freier Journalist, Berlin.
Moderation: Katja Kipping, MdL, stellvertretende PDS-Vorsitzende,
Sprecherin Netzwerk Grundeinkommen
Das Verschwinden und die Prekarisierung der Erwerbsarbeit
verlangt grundsätzliche gesellschaftliche Antworten: Seit
mehreren Jahrzehnten wird sowohl von Wirtschafts-, Politik- und
SozialwissenschaftlerInnen die Entkoppelung von Arbeit und Einkommen
als ein Weg aus der Krise beschrieben und von Sozialbewegungen
gefordert. Welche verschiedenen Begründungszugänge zum
Bedingungslosen Grundeinkommen gibt es? Wer sind die BefürworterInnen
eines Bedingungslosen Grundeinkommens für alle? Wie sind
Solidarität und sozialer Zusammenhalt, wie ist Freiheit neu
zu bestimmen, mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen lebbar zu
machen? Wie ist ein solches Grundeinkommen politisch durchzusetzen?
Donnerstag, 7. Juli, 20 Uhr
Kunsthaus Dresden - Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Rähnitzgasse 8 01097 Dresden
Das Diskussionsforum zum Bedingungslosen Grundeinkommen findet statt
im Rahmen des Projektes "Arbeitshaus - einatmen. ausatmen."
(1. Mai bis 17. Juli 2005).
Das Projekt - Ausstellung von 21 KünstlerInnen, Symposien,
Filme, Lesungen, Foren, Theater, Aktionen - vereinigt mehrere
Kultureinrichtungen, Stiftungen bzw. Akademien der politischen
Bildung und Initiativen Dresdens. Es widmet sich dem großen
gesellschaftlichen Thema Arbeit, der Verschiebung des
Arbeitsbegriffes bis hin zu prekären
Beschäftigungsverhältnissen. Individuelle und
gesellschaftliche Möglichkeiten des Umgangs mit der
Situation werden thematisiert.
Die Ausstellung und ein Großteil der Veranstaltungen
finden im Kunsthaus Dresden statt.
Das Gesamtprogramm des Projektes "Arbeitshaus - einatmen.
ausatmen." finden Sie unter www.kunsthausdresden.de
(Hotline zum Arbeitsfenster: 0351- 272 18 83).
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Juni 2005 |
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Nach der gescheiterten
Föderalismusreform:
Wie entwickeln sich die Bund/Länderbeziehungen -
Wettbewerbsföderalismus versus Solidarföderalismus?
Mit Benjamin-Immanuel Hoff (Mitglied der PDS-Fraktion im Berliner
Abgeordnetenhaus, Autor der Buches "Länderneugliederung -
Ein Modell für Ostdeutschland")
Vor allem aufgrund fortwährender Kompetenzstreitigkeiten
in Fragen von Bildung, Wissenschaft und Forschung verkündeten
die Vertreter der von Bund und Ländern eingesetzten Kommission
für eine Reform der bundesstaatlichen Ordnung das Scheitern
der Verhandlungen. Ausgangspunkt waren die häufigen
Mehrfachkompetenzen zwischen Bund und Ländern. Doch die
Frage der Bund/Länderbeziehungen ist auch eine Frage der
Ausformung der Demokratie in unserem politischen System, denn
die Differenzen sind tiefer gehend: Will man beispielsweise
eine Republik mit dem Ziel bundesweit einheitlicher Lebensbedingungen
oder ein Wettbewerbsmodell, in dem die Länder nicht nur mit
dem Bund sondern vor allem untereinander konkurrieren und ihre
Solidarpflichten damit auch zurück schrauben können?
Mittwoch, 29. Juni, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Die PDS auf den Weg zur Bundestagswahl
2006 und ihr Verhältnis zur Partei "Arbeit & soziale Gerechtigkeit
- Die Wahlalternative"
Mit Bodo Ramelow (PDS-Fraktionsvorsitzender im Thüringischen
Landtag, Bundeswahlkampfleiter der PDS)
Die Bundestagswahl 2006 stellt für die PDS in der Tat eine
Schicksalswahl dar. Die Zukunfts- und vor allem Handlungsfähigkeit
der demokratischen Sozialisten im politischen System Deutschlands
wird vom Wiedereinzug in den Bundestag abhängen. Dieser Tatsache
wird auch in Inhalt und Form des Wahlkampfes Rechnung getragen werden
müssen. Was sind aber nun die thematischen Schwerpunkte der PDS
für 2006, welche Kampagneformen sollen damit ausgefüllt
werden? Zusätzlich steht für die PDS noch die
Herausforderung "Wahlalternative" auf der Tagesordnung. Wichtige
Erkenntnisse für diese Veranstaltung werden dabei die im Mai
stattfindenden Wahlen in NRW bringen.
Freitag, 24. Juni, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Armutsbekämpfung global.
Sind die UN-Milleniumsziele zu halten?
Mit Jörg Schultz (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin)
(gemeinsam mit attac Dresden)
Die UNO hat sich im Rahmen der so genannten Millenniumsziele
das Ziel einer Halbierung der weltweiten Armut bis 2015 gestellt.
Ist dieses Ziel zu halten? Wie definiert die UNO "Armut" und
welche Ausmaße hat diese heute erreicht? Mit welchen Mitteln
soll die Armutsbekämpfung erfolgen? Schultz behandelt diese
Fragen aus einer linken, kritisch-alternativen Sicht auf den
Globalisierungsprozess.
Mittwoch, 8. Juni, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Mai 2005 |
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Linkes Denken
Jürgen Kuczynski - ein
linientreuer Dissident?
Mit Dr. Mario Keßler (wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Zentrum für Zeithistorische Forschung und Privatdozent an
der Universität Potsdam) und Dr. Axel Fair-Schulz (State
University of New York, Buffalo)
Wenn man sich künftig an die DDR erinnert, wird nicht
nur von Vollbeschäftigung, Versorgungsmängeln und
erstaunlich viel Gleichheit die Rede sein, sondern auch davon,
dass sich Menschen wie Jürgen Kuczynski zu ihr bekannten,
die aufgrund ihrer Begabung eher auf Ungleichheit angelegt waren.
Kuczynski schuf eine literarische Realität, die die
Entstehungszeit überdauert. Er war eben nicht nur ein Forscher,
sondern ein Schriftsteller, bei dem gerade in seinen kürzeren
Büchern Geschichtsschreibung zu der Kunstform wurde, die sie
bei antiken Autoren einmal gewesen ist. 1996 stellte sich Jürgen
Kuczynski die Frage nach der Schuld und Mitverantwortung für
ein Gesellschaftssystem, von dem sich die Menschen immer mehr abgewandt
hatten und suchte sie in dialektischer Weise zu beantworten. Man
müsse, schrieb er, "unterscheiden zwischen menschlichem Versagen
und historischem Versagen. Wenn Kant meint, der gute Wille sei
entscheidend, so hat er vielleicht Recht, wenn wir den menschlichen
Charakter beurteilen wollen. Aber der Mensch hat, meine ich, auch
seinen historischen Charakter. Und da habe ich, haben so viele
meiner Freunde versagt."
Mittwoch, 25. Mai, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Filmvorführung: Das Urteil von
Nürnberg
Spielfilmklassiker u.a. mit Spencer Tracy, Maximilian Schell, Marlene
Dietrich und Burt Lancaster (USA, 1961)
Der oskarprämierte Klassiker "Das Urteil von Nürnberg"
zählt zu den eindrucksvollsten filmischen Dokumenten zur Aufarbeitung
des deutschen Faschismus. Er behandelt die Frage der moralischen
Korrumpierung der Deutschen, die die Menschheitsverbrechen Shoa und
den Krieg planten, billigten und ausführten. Gezeigt wird nicht
die Verhandlung gegen die Hauptverbrecher der Naziclique sondern der
Prozess gegen führende Richter im Dritten Reich, welche Recht erst
beugten bevor sie es in grausames Unrecht verwandelten. Der bis in die
Nebenrollen brillant besetzte Film zeigt auch die Schwierigkeiten
zwischen Politik und Justiz bei der objektiven Aufarbeitung des
ungeheureren Unrechts in einer Zeit, als sich die ehemaligen
Alliierten als Feinde gegenüberstanden.
Dienstag, 17. Mai, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Buchpräsentation: Sowjetische
Gräberstätten und Ehrenmale in Ostdeutschland heute
Mit Gisela Scheder-Wedekind (Arbeitsgemeinschaft "Sowjetische Gräber
und Ehrenmale in Deutschland", Dresden)
Die Diskussion darum, wie in Deutschland der 8. Mai 1945 zu
bewerten sei, grenzt mit ihrer deutsch fixierten Atmosphäre die
Befindlichkeiten der Bürger der Alliierten Nationen stark aus. Die
Arbeitsgemeinschaft "Sowjetische Gräber und Ehrenmale in Deutschland"
hat sich zur Aufgabe gestellt, das Erinnern an die auf ostdeutschem Gebiet
bei der Befreiung Europas vom Nazijoch gefallenen Soldaten und Soldatinnen
wach zu halten.
Mittwoch, 11. Mai, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Kranzniederlegung am sowjetischen Ehrenmal
und auf dem Sowjetischen Garnisonsfriedhof Marienallee
(gemeinsam mit mit VVN-BdA, PDS Dresden)
Sonntag, 8. Mai, Tag der Befreiung, 11 Uhr
Olbrichtplatz 3, 01069 Dresden
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Gedenkveranstaltung zum 60. Jahrestag der
Befreiung
(gemeinsam mit VVN-BdA, PDS Dresden, PDS, DGB u.a.)
Sonntag, 8. Mai, Tag der Befreiung, 9 Uhr
Rathaus, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden
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Befreiung Sachsens durch die Alliierten
Mit Prof. Dr. Karl-Heinz Gräfe (Freital)
Der Vortrag soll den historischen Verlauf der Befreiung Sachsen im Jahr
1945 darstellen und weiterhin auf die aktuell zentrale Frage der heutigen
Diskussion eingehen, ob es sich bei diesem Ereigniss um eine "Niederlage",
den "Zusammenbruch" oder die "Befreiung" handelte. Damit werden auch der
Wandel in der Sicht auf die historische Realität widergespiegelt und
die Intentionen der verschiedenen Geschichtsdeutungen aufgezeigt.
Mittwoch, 4. Mai, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Irak, Palästina, Libanon:
Hoffnung auf Demokratie in Nah-Ost?
Mit Nabil Yacoub (Geschäftsführer Ausländerrat Dresden)
(gemeinsam mit Ausländerrat Dresden)
Aufbruchsstimmung vermitteln die Bilder aus Nah-Ost: Wahlen im Irak, mit dem
Tod Yassir Arafats neue Verhandlungsbereitschaft zwischen Israelis und
Palästinensern und syrischer Truppenabzug aus dem Libanon. Welche
Fortschritte kann man aber unter Beachtung der kaum veränderten
Rahmenbedingungen in der Region wirklich konstatieren? Der Vortrag will
dies beleuchten und von dem Nah-Ost-Kenner Nabil Yacoub sollen dazu
tiefgründigere Informationen aus der Region präsentiert werden.
Dienstag, 3. Mai, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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April 2005 |
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Arm dran - Frauen vor und nach Hartz IV
Mit Silke Veth (Bildungsreferentin für das Themenfeld Geschlechterverhältnisse
bei der Rosa Luxemburg Stiftung, Berlin)
Die Armutsspirale in Deutschland zieht weiter an. Die alte These, dass Armut weiblich
ist, verschärft und relativiert sich zugleich. Frauen waren und sind immer ärmer
dran als ihre Geschlechtsgenossen. Durch die Umsetzung der sog. "Hartz-Gesetze" verlieren
beispielsweise weit über hunderttausend Frauen durch die Anrechnung des Einkommens
des Partners ihren eigenständigen Arbeitslosengeld II-Anspruch. Auch die Tatsache
von "Armut trotz Arbeit" trifft häufiger auf Frauen zu. Statistiken zeigen jedoch
auch, dass genauer hingesehen werden muss: arm sind vor allem zunehmend Alleinerziehende,
Migrantinnen und Migranten, Arbeitslose und kinderreiche Familien. Wie Armut neu und
anders definiert werden muss, welche Strategien zur Bekämpfung von Armut aufgrund
weiblicher Lebensläufe und welche Bündnisse mit anderen sozialen Kräften
in Zukunft gefunden werden können, sollen Diskussionspunkte des Abends sein.
Mittwoch, 27. April, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Einsteins Weltsicht - Zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Religion
Mit Prof. Herbert Hörz (Präsident der Leibniz-Sozietät)
Der polnische Physiker Leopold Infeld, Koautor Einsteins, schrieb:
"Einstein wirkt auf uns durch seine Lehre, durch seine Gedanken, durch das
geschriebene Wort. Er ist seinem Wesen nach kein Mann der Tat. Doch bezweifle
ich, daß es jemals in der Wissenschaft einen Mann gab, der so wie Einstein
die Phantasie der Menschen auf der ganzen Welt angeregt hat." Er revolutionierte
mit seinen Erkenntnissen das existierende Weltbild. Das Geheimnisvolle steht nach
ihm an der Wiege wahrer Kunst und Wissenschaft. Sein Erleben zeuge die Religion.
In die Politik mischte er sich als Feind des Nationalsozialismus, als Befürworter
des Baus der Atombombe, als Pazifist und als Kritiker des Kapitalismus ein. Überlegungen
von Einstein zu Wissenschaft, Politik und Religion führen zu der Frage,
was uns Einstein heute zu sagen hat. Neue Bedingungen verlangen die Prüfung
der Gedanken zur Aufklärung, zum Patriotismus und zur Bildung.
Mittwoch, 20. April, 19 Uhr
TU Dresden, Hörsaalzentrum Bergstrasse (HSZ), Bergstraße 64, 01099 Dresden
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Wollen Sie Ihren Arbeitsvertrag nach tschechischen Standards abschließen?
Bolkestein-Richtlinien für Dienstleistungen in der EU - welche Auswirkungen auf die Stadt Dresden wird es geben
Diskussion mit:
Mit Frank Fischer (ver.di Bezirk Dresden - Oberelbe), Werner Schmiedecke (attac Dresden), N.N. Wirtschaft
Moderation:
Roman Kalex (AZ Conni, Dresden)
"Die nationalen Vorschriften sind zum Teil archaisch, übertrieben aufwendig
und verstoßen gegen das EU- Recht. Diese Vorschriften müssen schlichtweg verschwinden." Fritz Bolkestein
Ihren Deregulierungszweck verfolgt die Bolkestein-Richtlinie mit einem
Mix aus schrittweißer Beseitigung staatlicher Auflagen sowie dem systematischen
Unterlaufen nationalen Rechts durch das so genannte Herkunftslandprinzip.
Folge der Richtlinie ist, dass Sie Ihre fehlerhafte Nebenkostenabrechnung
Ihrer Hausverwaltung, nun mit Briefkasten- Sitz in Portugal, in Portugal
anzufechten haben. Auch Ihr Hausmeister hat dann einen neuen Arbeitsvertrag -
vielleicht nach tschechischem Recht.
Montag, 18. April, 19.30 Uhr
Haus an der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden
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Weltsozialforum 2005 in Porto Alegre:
"Um outro mundo é possível! Another world is possible! Eine andere Welt ist möglich!"
Mit Katja Kipping (Stellv. PDS Vorsitzende, Sprecherkreis Netzwerk Grundeinkommen)
Anfang Februar 2005 fand das fünfte Weltsozialforum (WSF) statt. Das WSF
wurde 2001 als Widerpart zum Weltwirtschaftsforum in Davos gegründet. Dieses
Jahr nahmen 120 000 Teilnehmer aus 122 Ländern im südbrasilianischen
Porto Alegre teil. Das Weltsozialforum ist zu einer Art Messe der
globalisierungskritischen Bewegung geworden. Die Ausmaße sind gigantisch:
Auf einem 400-Hektar-Areal entlang der Bucht von Porto Alegre präsentierten
sich 5700 Nichtregierungsorganisationen. In den über 2000 Seminaren und
Workshops ging es um Bildung, Menschenrechte, Entmilitarisierung oder den Erhalt
kultureller Vielfalt. Auch beim diesjährigen WSF spielte die Diskussion über
das Zusammenwirken von sozialen Bewegungen und Parteien eine große Rolle.
Kajta Kipping, als Delegierte für die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Porto Alegre,
wird in ihrem Vortrag einen Erfahrungsbericht vom WSF und von ihren Diskussionen
um den Beitrag der Europäischen Linken in der globalisierungskritischen Bewegung geben.
Mittwoch, 13. April, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Aktuelle Sichten im heutigen Russland auf den
"Großen Vaterländischen Krieg"
Mit Prof. Horst Schützler (Professor für Geschichte der Sowjetunion, Berlin)
(gemeinsam mit der Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik)
Horst Schützler, bis zur Emeritierung Professor an der Humboldt-Universität
zu Berlin, geht als "Historiker im Ruhestand" der Frage nach: Was denkt und schreibt man
im heutigen Russland über den "Großen Vaterländischen Krieg"? Der
Referent beleuchtet und bewertet die oft unterschiedlichen, ja teilweise gegensätzlichen
Sichten und Einsichten zu diesem Krieg in jenem Land, dessen Bevölkerung vor
60 Jahren an der ersten und wichtigsten Front des Zweiten Weltkrieges den größten,
opferreichen Anteil am Sieg über den Faschismus und die Befreiung Deutschlands hatte.
Ausgangspunkt der Betrachtungen werden die vier Etappen der Beschäftigung mit
diesem großen Thema in Russland sein.
Dienstag, 12. April, 15.30 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Die Israelfeindschaft der Linken - Antisemitismus von links
Mit Dr. Thomas Haury (Historiker, Freiburg)
(gemeinsam mit Stiftung Sächsische Gedenkstätten und HATIKVA)
Linke und Antisemitismus? Das scheint nicht zusammenzupassen. Doch je genauer man
hinschaut, desto fremder schaut es zurück. "Zerschlagt das zionistische Staatengebilde
Israel!" wurde nach 1967 zur Parole der gesamten sich "revolutionär" dünkenden
Neuen Linken in Westdeutschland. Auf der anderen Seite verurteilte die SED Israel als einen
"imperialistischen Brückenkopf". Immer wieder zeigt sich, wohin die Logik des
"antiimperialistischen" Antizionismus führen kann: zu einem Antisemitismus von links.
Donnerstag, 7. April, 19 Uhr
Vortragsraum der Gedenkstätte Münchner Platz, George-Bähr-Straße 7, 01069 Dresden
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März 2005 |
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Klassiker unter Klassikern: editionsphilologische Grundlagen,
Struktur und Bearbeitungsstand der Marx-Engels-Gesamtausgabe
Mit Prof. Manfred Neuhaus (Leiter der Berliner Arbeitsgruppe der Marx-Engels-Gesamtausgabe, Berlin)
Der Historiker und Editionsphilologe ist Gründungsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Sachsen, war von 1992 bis 1998 deren Vorstandsvorsitzender und ist seit mehreren Jahren als
Arbeitsstellenleiter an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie als
Sekretär der Internationalen Marx-Engels-Stiftung Amsterdam für die MEGA zuständig.
Mittwoch, 30. März, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Buchvorstellung und Diskussion:
"Im Fadenkreuz: Kuba"
Mit dem Autor und Publizisten Horst Schäfer (Berlin)
(gemeinsam mit Cuba Si)
Das Buch kam Anfang 2005 heraus und beschreibt die Außenpolitik der USA
gegenüber Kuba vorwiegend an Hand von früher geheimen Dokumenten aus den
Archiven von US-Außenministerium, Weißem Haus und CIA. "Im Fadenkreuz: Kuba"
wurde im Februar vom Autor auf der Internationalen Buchmesse in Havanna präsentiert
und fand dort viel Aufmerksamkeit.
Mittwoch, 23. März, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Für welchen Lohn sind Sie bereit zu arbeiten? Können Tarifverträge noch armutsfeste Einkommen sichern?
Mindestlohn - Für und Wider
Diskussion mit:
Werner Schmiedecke (attac Dresden)
Wolfgang Anschütz (Landesbezirksleiter ver.di Sachsen)
N.N. IG-Metall,
N.N. Wirtschaft
Moderation:
Dr. Bettina Musiolek (Studienleiterin Arbeitswelt und Wirtschaft der Evangelischen Akademie Meißen)
Einen nationalen Mindestlohn gibt es in einer Vielzahl der EU- Mitgliedsländer
(z.B. Belgien, Frankreich, Griechenland, Irland, Luxemburg, Niederlande, Portugal,
Spanien...). Inzwischen sind auch in Deutschland Niedriglöhne in vielen Bereichen
bittere Realität geworden. Armut trotz Erwerbsarbeit und ungeschützte Beschäftigung
breiten sich aus. Viele Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber steigen aus den
Tarifbindungen aus. Durch den rücksichtslosen Missbrauch der Ängste und Nöte der
abhängig Beschäftigten, wird eine Spirale der Lohnsenkung in Gang gehalten. Die
Unternehmer werden von ihrer sozialen Verantwort und entlastet.
Montag, 21. März, 19.30 Uhr
Haus an der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden
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Ist der Sozialstaat noch zu retten?
Wider den Mythos der Alternativlosigkeit
Mit Prof. Christa Luft (Ex-MdB, Publizistin, Berlin)
Vor zwanzig Jahren prägte Margret Thatcher, die damalige britische
Premierministerin, das Kürzel TINA - "there is no alternative". Es steht
seitdem für die scheinbare Alternativlosigkeit des neoliberalen
Wirtschaftskurses, verbunden mit Sozialabbau, dem Rückbau gewerkschaftlichen
Einflusses, der Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und der Schaffung
eines Klimas wachsender Konkurrenz, Unsicherheit und sozialer Kälte. TINA:
das ist auch die Argumentation der heute Regierenden in der Bundesrepublik.
Christa Luft, Wirtschaftsministerin in der Modrow-Regierung, langjährige
Bundestagsabgeordnete, Wirtschaftsexpertin der PDS und streitbare
wirtschaftspolitische Publizistin hinterfragt diese Argumentation: Gibt es
wirklich keine Alternative zum Sozialabbau? Wo sind machbare Ansätze
für einen anderen Kurs? Und wer könnte ihn durchsetzen?
Mittwoch, 16. März, 18 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Gibt es ein Recht auf ein Einkommen ohne Arbeit?
Bedingungsloses Grundeinkommen -
Begründungen, Modelle und Kritiken
Diskussion mit:
Johannes Beisiegel (attac-AG "Genug für Alle", Kiel)
Werner Schmiedecke (attac Dresden),
Ronald Blaschke (Sprecher Netzwerk Grundeinkommen, Dresden)
Moderation:
Sebastian Schmidt (coloradio, Dresden)
Seit 25 Jahren wird in Deutschland ein Grundeinkommen für alle ohne
Arbeitszwang/-verpflichtung und Bedürftigkeitsprüfung gefordert. Mit Hartz IV
wurden der Arbeitszwang und die Bedürftigkeitsprüfung verschärft, die Höhe der
Leistungen abgesenkt. Welche Auswirkungen hätte ein solches Bedingungsloses Grundeinkommen
auf die Situation der Arbeitenden und Arbeitslosen, auf die Unternehmen und auf die
demokratische Entwicklung? Befördert es die Umverteilung von Arbeit? Wie hoch sollte
es sein? Ist es finanzierbar? Wie ist es durchsetzbar? Gibt es realistische Gegenkonzepte?
Montag, 7. März, 19.30 Uhr
Haus an der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden
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Dresden im Nationalsozialismus:
Verfolgung und Widerstand
(gemeinsam mit HATIKVA und igeltour)
Plätze und Gebäude im Stadtzentrum Dresdens, die heute stumme Zeugen der Verfolgung
und des Widerstandes Dresdner Bürgerinnen und Bürger in den Jahren 1933 bis
1945 sind und in jener Zeit eng mit ihren Lebensgeschichten verbunden waren, werden
während des Rundganges aufgesucht.
Eintritt. 6,00 €, ermäßigt: 5,00 €
Sonntag, 6. März, 14 Uhr
Wettiner Platz 10, 01067 Dresden
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"Die Juden sind weg"
Film von Ernst Hirsch, anschließend Gespräch mit Frau Lilly Ulbrich
(Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden)
(gemeinsam mit HATIKVA)
Die Zeiss-Ikon-AG gab den Auftrag, die Verschleppung der Dresdner Juden in das Lager
am Hellerberg zu filmen - für Propagandazwecke. Dieses erschütternde Dokument
blieb erhalten und konnte nach aufwendiger Rekonstruktion für Forschungszwecke
ausgewertet werden. Der Dokumentarfilm folgt den Schicksalen zahlreicher Menschen,
die in dem Propagandastreifen aufgenommen wurden.
Donnerstag, 3. März, 19.30 Uhr
HATIKVA, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
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Februar 2005 |
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Ist eine alternative Beschäftigungspolitik möglich?
Mit Dr. Jürgen Leibiger (Dozent für Volkswirtschaftlehre, Dresden)
Die Erwerbslosenzahl erreicht in Deutschland von Konjunkturzyklus zu
Konjunkturzyklus immer neue Rekordwerte. Was läuft falsch? Oder
läuft gar nichts "falsch"? Gibt es Alternativen zu dieser Entwicklung
oder sind wir hilflos den Gesetzmäßigkeiten des kapitalistischen
Arbeitsmarktes, der Globalisierung oder was und wem auch immer ausgeliefert?
Leibiger, Dozent für Volkswirtschaftslehre, analysiert die Ursachen der
Misere und zeigt Chancen und Grenzen einer alternativen
Beschäftigungspolitik auf.
Mittwoch, 23. Februar, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Von den Böhmischen Exulanten bis zum Englischen Viertel -
die Geschichte der Ausländer in Dresden
Mit Ralf Richter (Diplom Soziologe, Dresden)
Es ist Usus geworden, bei Fragen der Integration und des Zusammenlebens mit
Ausländern in Ostdeutschland ganz allgemein bevorzugt Modelle vom Westen
zu kopieren. Dabei wird gern ignoriert, dass es gerade in Ostdeutschland seit
Jahrhunderten eine erfolgreiche (wenn auch nicht spannungsfreie) Geschichte des
Zusammenlebens zwischen verschieden Nationalitäten gibt - und die reichte,
was beispielsweise die Residenzstadt Dresden betrifft, bis in der frühe
Neuzeit. Noch zum Beginn des ersten Weltkrieges 1914 gehörte Dresden zu
den Städten des Deutschen Reiches mit dem höchsten
Ausländeranteil und die Dresdner wussten durchaus ihre fremden
Mitbürger zu schätzen. Ralf Richter stellt interessante Details
seiner Diplomarbeit "Reichsausländer in Dresden zwischen 1871 und 1914"
vor.
Mittwoch, 16. Februar, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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13. Sächsisches Friedenssymposium:
Die Planung weltweiter Interventionskriege, das Völkerrecht und die Zukunft der Menschheit
u.a. mit Prof. Dr. Norman Paech (Hamburg), Felicia Langer (Tübingen)
(gemeinsam mit Sächsische Friedensinitiative Dresden e.V.,
Aktionsgemeinschaft Frieden Dresden;
Arbeitsgemeinschaft Offene Kirche Sachsen;
DGB Kreis Dresden;
Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V.;
Gemeinschaft für Menschenrechte im Freistaat Sachsen e.V.;
IPPNW, Ärzte in sozialer Verantwortung)
Im Interesse der Menschheitszukunft ist es die vordringliche Aufgabe der
Friedensbewegung, die Planung und rüstungstechnischen Vorbereitungen
für neuartige Kriege, die in ihren Ausmaßen und Folgen noch
weit gefährlicher sein werden als die bisher geführten, ins
öffentliche Bewusstsein zu heben und rechtzeitig den Widerstand
gegen die drohende Gefahr zu organisieren. Diskussionsschwerpunkte
sollen sein: - Ökonomische und geostrategische Konfliktszenarien -
Modellfall Nahostkonflikt - Umrüstung der Bundeswehr für
"präventive" Angriffskriege.
Samstag, 12. Februar, 10-18 Uhr
Volkshaus am Schützenplatz, 01067 Dresden
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Brandherd Nahost: Das Alte/Neue in Israel-Palästina
Mit Felicia Langer (Israelische Menschenrechtsanwältin und alternative
Nobelpreisträgerin, Tübingen)
(gemeinsam mit Ausländerrat Dresden)
Mit dem Tod des palästinensischen Präsidenten Yassir Arafat wurde in den
Medien auch von der Hoffnung auf eine Wiederbelebung des
Friedensprozesses in Nahost gesprochen. Hat aber die einseitige
personelle Zäsur auf palästinensischer Seite ausreichend Einfluss, um
einen Prozess zu beeinflussen, welcher immer auch von wechselseitigen
Veränderungen abhängt? Welchen realen Beitrag müssen die
palästinensische und israelische Seite leisten, um der Krisenregion die
Hoffnung auf den so notwendigen friedlichen Ausgleich der
Konfliktparteien wieder zu geben?
Freitag, 11. Februar, 19 Uhr
Kulturrathaus (Kleiner Saal), Königstr. 15, 01097 Dresden
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Ist sozial was Arbeitsplätze schafft?
Zur Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung: Hartz IV und anderes?
Mit Hans-Jürgen Muskulus (Berater für Sozial- und Gesundheitspolitik
der PDS Landtagsfraktion im Sächsischen Landtag, Dresden)
Ist die deutsche Wirtschaft am Ende? Abgeschlagen, nicht mehr konkurrenzfähig?
Kapital wandert ab. Löhne und Steuern zu hoch. Wirtschaft und Arbeitsmarkt
überreguliert. Für die demografische Wende nicht gewappnet.
Ostdeutschland ein Jammertal. Gürtel enger schnallen. So oder ähnlich
geht ein Grundtenor im Land. Dr. Sabine Reiner von der wirtschaftspolitischen
Abteilung der Gewerkschaft ver.di schaut hinter die Sprüche.
Was ist wirklich los mit dem Standort Deutschland?
Mittwoch, 9. Februar, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Mythos Demografie -
Wie mit Zukunftsängsten der soziale Rückschritt begründet wird
Mit Dr. Norbert Reuter (ver.di Bundesvorstand Berlin)
(gemeinsam ver.di Jugend Sachsen)
Wirtschaftsfunktionäre und -politiker, Medien und "Experten" aller Art
holen die demografische Keule heraus, um die Notwendigkeit sozialer Einschnitte
zu begründen. Weil die deutsche Bevölkerung im Durchschnitt älter
wird, müssten wir angeblich länger arbeiten, müssten die
Sozialsysteme "zurückgeschnitten" werden, sei wieder einmal "Gürtel
enger schnallen" angesagt. Gibt es die demografische Wende überhaupt?
Welche Auswirkungen hat die sich verändernde Alterstruktur und wie
müssen wir damit umgehen? Dr. Norbert Reuter stellt die Ergebnisse
eines Projekts der wirtschaftspolitischen Grundsatzabteilung des
Verdi-Bundesvorstandes vor.
Mittwoch, 2. Februar, 18 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Januar 2005 |
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Quo Vadis Russland - Wie entwickelt sich die russische Demokratie?
Mit Prof. Dr. Karl-Heinz Gräfe (Freital)
Der Zerfall der Supermacht UdSSR hat katastrophale Langzeitwirkung für
die globale Entwicklung der Menschheit. Übrig blieb eine schwache
Regionalmacht Russland. Hier vollzog sich in nur einem Jahrzehnt ein rigoroser
Übergang vom Staatssozialismus zum Staatskapitalismus; die Ansätze von
Demokratie und Pluralismus mutierten in einem autoritären Herrschaftssystem.
Was wurde aus dem großen Hoffnungen auf Demokratie, Freiheit und
Rechtsstaatlichkeit, auf eine sozial gerechte Gesellschaft nach Gorbatschow?
Was änderte sich seit Putins neuer Politik der "gelenkten Demokratie" und der
"Diktatur des Gesetzes"? Welche Politik verfolgt Russlands Präsident
gegenüber den Oligarchen?
Mittwoch, 26. Januar, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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60 Jahre nach der Zerstörung Dresdens.
Mahnung zu Frieden und Völkerverständigung - gegen den politischen Missbrauch der Opfer
Mit Prof. Dr. Rolf Lehmann (Vorsitzender DSS e.V., Dresden), Prof. Dr. Paul Hei
der (DSS e.V.), Prof. Dr. Ernst Woit (Gemeinschaft für Menscherechte Sachsen e.V.)
(gemeinsam mit Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V./DSS)
Erinnerungskultur in Deutschland sechzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges:
Welche Absichten werden heute mit dem Gedenken an die Zerstörung der Kulturstadt
Dresden verfolgt? Bleibt es bei dem Vermächtnis gegen Krieg und Faschismus oder wird
neuen Nazis erlaubt, den Mythos einer Opferrolle der Deutschen zu erschaffen?
Solides Wissen über das Geschehen am13./14. Februar 1945, über Ursachen
und Folgen, über strategische Ziele und rechtliche Beurteilung der Luftangriffe
gegen die Zivilbevölkerung, über die Opfer und die politische Kultur des
Gedenkens ist die erste Voraussetzung, um zu verhindern, dass Dresden zum
nationalistischen Symbol für die Reinwaschung Deutschlands von der Schuld am
Zweiten Weltkrieg gemacht wird.
Mittwoch, 19. Januar, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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Der Darfor-Konflikt und die Zukunft des Sudan
Mit Osman Said (sudanesischer Dipl.-Soziologe, Berlin)
(gemeinsam mit Ausländerrat Dresden)
Seit ca. 2 Jahren tobt ein Kampf im Westen des Sudan. Der sudanesische
Soziologe analysiert historische, kulturelle und sozialökonomische
Ursachen des Darfor-Konflikts. Er legt die Positionen der
Konfliktparteien dar und sucht Wege, die die gemeinsamen Interessen der
Sudanesen an Frieden, Demokratie und Entwicklung garantieren.
Dienstag, 18. Januar, 18 Uhr
Internationales Begegnungszentrum, Heinrich-Zille-Str. 6, 01219 Dresden
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"Die antikapitalistische Sehnsucht des deutschen Volkes" -
Zur Ideologieentwicklung der NPD
Mit Volkmar Wölk (Publizist und Fachschuljournalist zum Thema extreme Rechte, Grimma)
"Wir haben erkannt, dass das Wirtschaftssystem des Kapitalismus mit seiner Ausbeutung des
wirtschaftlich Schwachen, mit seinem Diebstahl an der Arbeitskraft des Arbeitnehmers, mit
seiner Wertung des Menschen lediglich nach Besitz und Geld, durch eine gerechte
kollektivistische Wirtschaftsordnung ersetzt werden muss durch einen deutschen Sozialismus,
der sich nicht zum Henkersknecht des internationalen Kapitals macht." Dieses Zitat
Gregor Strassers könnte auch von der heutigen NPD stammen. Die Parole von einem
"deutschen Sozialismus" feiert Wiederauferstehung. In Zeiten der neuen Leitideologie
des Neoliberalismus und nach dem Scheitern des Realsozialismus als Systemalternative
zum Marktradikalismus ist eine zunehmende Zahl an Menschen auf der Suche nach einer
menschenwürdigen Form des Wirtschaftens. Die NPD macht mit ihrem Ansatz einer
völkischen "raumorientierten Volkswirtschaft" ein Angebot, das im Gegensatz zu
freiheitlichen Vorstellungen vom Sozialismus eine angebliche "natürliche
Ungleichheit der Menschen" als Grundlage hat. Im Gegensatz zur verbreiteten Kennzeichnung
dieser Partei der extremen Rechten als "Neonazis" sind die historischen Bezüge
viel weiter gefasst: vom revolutionären Syndikalisten Georges Sorel über den
Nationalliberalen Friedrich Naumann und die Konservativen Revolutionäre der Weimarer
Republik bis zum rumänischen Faschistenführer Corneliu Codreanu. Die
Veranstaltung soll einen Überblick über die aktuelle Strategie der
NPD sowie ihre Ideologie geben.
Mittwoch, 12. Januar, 19 Uhr
"WIR AG", Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
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2004 |
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