Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V.

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Vergangene Veranstaltungen 2007

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Dezember 2007

Privatisierung: Wirklich alles besser, billiger, bürgernäher?
Vortrag und Diskussion von Werner Rügemer.

In seinem neuen Buch schreibt der Kölner Publizist Werner Rügemer über Hinter- und Abgründe der Privatisierung, zieht eine Bilanz der Privatisierung in Deutschland seit der Treuhand und fragt: Sind irgendwo die Preise und Gebühren gefallen? Können die Bürger jetzt ihre Interessen besser durchsetzen? Sind neue Arbeitsplätze entstanden? Hat sich der Schuldenstand der Kommunen verringert? Rügemer ist Spezialist auf diesem Gebiet und seit Jahren mit Fragen der public-privat-partnership, des Kommunalleasing und diverser Korruptionsskandale befasst. Er hat seinerzeit den Kölner Müllskandal aufgedeckt und steckt bis heute in diversen Gerichtsverfahren, die ihm seine kompromisslose Publizistik eingetragen haben.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Kommunalpolitischen Forum Sachsen.

Donnerstag, 13. Dezember, 19 Uhr
Kulturrathaus Dresden, Kunstfoyer 1. OG, Königstr. 15, 01097 Dresden
Rechtsextremismus. Was bringt die Rechtsverfolgung?
Vortrag und Diskussion mit dem Dresdner Oberstaatsanwalt Jürgen Schär.

Immer wieder flammt die Diskussion darüber auf, ob das Verbotsverfahren gegen rechtsextreme Parteien erneut aufgenommen werden soll und welche Chancen die Rechtsverfolgung überhaupt hat. Was, wer und wann muss verfolgt werden und in welcher Wechselwirkung muss das mit zivilgesellschaftlicher Courage und gesellschaftspolitischen Strategien stehen? Jürgen Schär diskutiert diese Fragen vor dem Hintergrund seiner jahrelangen staatsanwaltschaftlichen Praxis und Erfahrung in einschlägigen sächsischen Verfahren.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Linken Hochschulgruppe Dresden.

Mittwoch, 5. Dezember, 19 Uhr
TU Dresden

November 2007

Buchvorstellung
Annelies Laschitza: Die Liebknechts. Karl und Sophie - Politik und Familie
Mit Annelies Laschitza.

Karl Liebknecht faszinierte durch Lebenslust, revolutionären Geist und Charisma. Laschitzas Biographie übertrifft bisherige Darstellungen von Leben und Werk Karl Liebknechts (1871-1919) an Prägnanz und Detailfülle. Sie charakterisiert seine Träume, Leidenschaften, philosophischen und musischen Ambitionen, privaten Krisen und politischen Auseinandersetzungen. Annelies Laschitza, geb. 1934, Historikerin, errang weltweite Anerkennung durch die Edition der Gesammelten Briefe und die Mitherausgabe der Werke Rosa Luxemburgs. Sie war Beraterin des Luxemburg-Films von Margarethe von Trotta.

Mittwoch, 28. November, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
Welche Zukunft soll die Braunkohle in Sachsen haben?
Vortrag und Diskussion mit Dr. Monika Runge, MdL, Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

Welche Rolle soll fossile Energiegewinnung angesichts klimatischer Gefahren in naher und ferner Zukunft spielen? Welcher Energiemix ist in welchen Zeiträumen anzustreben und realistisch? Wer bezahlt die erforderliche energetische Wende? Welcher Standpunkt ist angesichts der arbeitsmarktpolitischen Situation in den sächsischen Braunkohlenregionen zu beziehen? Monika Runge ist mit diesem Fragenkomplex aus jahrelanger parlamentarischer Arbeit als energiepolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag vertraut.

Mittwoch, 14. November, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
Wladimir Majakowski - Gut und schön?
Mit Dr. Ute Baum (Vortrag) und Jochen Kretschmer (Lesung).

"Friß Ananas, Bürger, und Haselhuhn. Wirst bald deinen letzten Seufzer tun." Als "Schreihals" und "Lautsprecher" bezeichnete sich Majakowski (1893 - 1930) selbst; muss man ihn heute einen vergessenen Dichter nennen? Majakowski, Dichter und Plakatkünstler der russischen, revolutionären Avantgarde der 1920er Jahre, hat bleibende Texte hinterlassen; er beging 1930 Selbstmord und bis heute wird gestritten, ob nur eine unglückliche Liebe oder nicht auch seine innere Zerrissenheit über das Schicksal der russischen Revolution ausschlaggebend dafür waren. Zu diesem Thema spricht die ausgewiesene Majakowski-Kennerin Dr. Ute Baum (Germanistin/Dresden); Texte von Majakowski liest der Schauspieler Jochen Kretschmer.

Mittwoch, 7. November, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden

Oktober 2007

Sozialwissenschaftliche Längsschnittstudie
Einheitslust und Einheitsfrust. Junge Ostdeutsche auf dem Weg vom DDR- zum Bundesbürger 1987-2006
mit Dr. Hendrik Berth, Dipl. Psychologe, Dozent, Dresden

Was meinen heute 34-jährige ostdeutsche Frauen und Männer zu unserer Gesellschaft? Welche Erwartungen haben sie an ihr Leben und welche Erfahrungen machen sie im Alltag? H. Berth stellt die Analysen und Ergebnisse einer weltweit einmaligen Langzeitstudie der Universitäten Leipzig und Dresden über eine identische Gruppe junger Ostdeutscher vor: Sie begann mit 14- bis 16-jährigen Mädchen und Jungen aus den Regionen Leipzig und Chemnitz - noch zu DDR-Zeiten.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Linken Hochschulgruppe Dresden.

Mittwoch, 24. Oktober, 19 Uhr
TU-Dresden, Hörsaalzentrum, Bergstr. 64, Dresden
VII. Rosa-Luxemburg-Konferenz in Leipzig
"Militarismus und Antimilitarismus" Gegen den Krieg als Mittel der Politik
Aktuelle und historische Dimensionen von Karl Liebknechts Schrift anlässlich des 100. Jahrestages ihres Erscheinens.

Anlässlich des 100. Jahrestages des Erscheinens von Karl Liebknechts Schrift "Militarismus und Antimilitarismus" in Leipzig und des aus diesem Anlass gegen Liebknecht angestrengten Hochverratsprozesses 1907 soll die historische und aktuelle Dimension dieses Ereignisses beleuchtet werden. Dies geschieht auf der Basis neuester Forschungsergebnisse. Annelies Laschitza, die international renommierte Luxemburg-Forscherin, wird ihre Karl-Liebknecht-Biographie vorstellen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem antimilitaristischen Wirken Liebknechts und dem Hochverratsprozess vom 9./10. und 12. Oktober 1907. In einem zweiten Komplex sollen die Gefahren der erneuten Militarisierung der Politik im 21. Jahrhundert kritisch beleuchtet werden.

TEIL I: Karl Liebknecht und der antimilitaristische Kampf der deutschen Linken

Freitag, 19. Oktober, 14-18 Uhr
Großer Sitzungssaal des Bundesverwaltungsgerichts (ehemals Reichsgericht)

  • Prof. Dr. Annelies Laschitza, Berlin: Karl Liebknechts Antimilitarismus (Vorstellung der neuen Liebknecht-Biographie von Annelies Laschitza)
  • Prof. Dr. Jürgen Hofmann, Berlin: Militarismus und Antimilitarismus im Werk von Wilhelm Liebknecht
  • PD Dr. Thomas Henne, Berkeley: Zur Judikatur des Reichsgerichts
  • Dr. Matthias John, Leipzig: Karl Liebknecht - Staranwalt seiner Zeit oder/und Anwalt der Armen und Entrechteten?
  • Prof. Dr. Erhard Hexelschneider, Leipzig: Karl Liebknecht und Russland
  • Prof. Dr. Wolfgang Schröder, Taucha: Vor Gerichtsschranken: Ferdinand Lassalle, Wilhelm Liebknecht
  • Ab 18.00 Uhr: Empfang im Foyer und kulturelles Programm im Konferenzsaal
TEIL II: Militarisierung der Politik: Von den Gefahren im 21. Jahrhundert

Sonnabend, 20. Oktober, 10-17 Uhr
Alte Handelbörse, Naschmarkt

  • Prof. Dr. Dr. Ernst Woit, Dresden: Söldnermilitarismus im 21. Jahrhundert
  • Prof. Dr. Wolfgang Scheler, Dresden: Entmilitarisierung des politischen Denkens in der heutigen Welt

Weiterhin sind folgende ReferentInnen angefragt, z.T. bestätigt: Dr. Michael Berndt, Kassel; Dr. André Brie; Dr. Erhard Crome, rls Berlin; Dr. Ingrid el Masry, Kassel; Wolfgang Gehrcke, MdB; Monika Knoche, MdB; Dr. Norman Paech, MdB; Tobias Pflüger, MdEP; Paul Schäfer, MdB; Dr. Peter Strutynski, Kassel

Anmeldungen bitte an:Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.
Harkortstr. 10, 04107 Leipzig
Telefon0341- 9608531
Fax0341- 2125877
Internetwww.rosa-luxemburg-stiftung-sachsen.de
EmailRosaLuxemburg-Stiftung.Sachsen@t-online.de
Vortrag und Diskussion
Wer kontrolliert den BND? Geheimdienste in der Kritik
mit Wolfgang Neskovic, MdB, Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium des Deutschen Bundestags, Richter am Bundesgerichtshof a. D.

Das Parlamentarische Kontrollgremium, kurz PKG, soll im Auftrag des Deutschen Bundestages die deutschen Geheimdienste überwachen. "Diese Veranstaltung ist ein Witz", sagte Neskovic in einem Interview mit dem SPIEGEL. Der Bundestagsabgeordnete, der im Juli 2006 ein einwöchiges Praktikum beim BND absolviert hatte, hält eine Überprüfung der Dienste durch das Parlament für "eine Irreführung der Öffentlichkeit, ein Placebo". Aktuelle Vorgänge in Sachsen sowie die Diskussionen um die Rolle des Sächsischen Verfassungsschutzes in der sogenannten Korruptionsaffäre scheinen diese Thesen zu bestätigen.

Donnerstag, 18. Oktober, 19 Uhr
Kulturrathaus, 1. OG, Königstr. 15, 01097 Dresden
Kolloquium zum 90. Jahrestag
Die Oktoberrevolution 1917 im Widerstreit - Hoffnungen und Irrwege
Mit Vorträgen von Dr. Stefan Bollinger, Philosophiehistoriker, Berlin und Prof. Dr. Karl-Heinz Gräfe, Historiker, Osteuropaexperte, Freital

Das Kolloquium soll sich vor allem mit Fragen beschäftigen wie: War das damalige Russland reif für eine sozialistische Revolution und den Übergang zum Sozialismus? Warum scheiterte letztlich die staatssozialistische Gesellschaft der UdSSR? Begann mit der russischen Revolution 1917 tatsächlich eine neue Epoche in der Weltgeschichte? Warum blieb die von Führern der Bolschewiki beschworene Weltrevolution aus? Und was ist das Vermächtnis dieser Revolution nach nunmehr 90 Jahren?

Freitag, 12. Oktober, 18-21 Uhr
Kulturrathaus, 1. OG, Königstr. 15, 01097 Dresden
Filmvorführung und Gespräch
Dann fangen wir von vorne an. Ein Film über Theodor Bergmann. (Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert
von und mit Prof. Dr. Theodor Bergmann, Stuttgart

Sohn eines Rabbiners und atheistischer Kommunist. Verfolgt während des Nationalsozialismus und per Hartbefehl gesucht in der sowjetischen Besatzungszone. Melker im schwedischen Exil und Professor für Agrarpolitik an der Universität Stuttgart-Hohenheim. Das alles passt kaum in die Biografie einer einzigen Person. Dennoch sind damit längst nicht alle Eckpunkte im Leben des Theodor Bergmann aufgezählt. Der 90-jährige ist sowohl Zeitzeuge als auch scharfsinniger Zeitgenosse. Denn der gebürtige Berliner kann sich nicht nur sehr genau erinnern: Wenn er erzählt, wird das Vergangene präsent. Prägnant und humorvoll schildert er ein ganzes Jahrhundert.

Montag, 8. Oktober, 18 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden

September 2007

Podiumsgespräch
Die neue LINKE - Perspektiven und Herausforderungen im deutschen Parteiensystem
Mit Prof. Dr. Werner Patzelt, Politikwissenschaftler TU Dresden und Dr. Dietmar Bartsch, MdB, Diplomwirtschaftswissenschaftler und Bundesgeschäftsführer DIE LINKE

Bereits im September 2005, mit dem Einzug der LINKEN als viertstärkste Fraktion in den Deutschen Bundestag, hat sich die deutsche Parteienlandschaft verändert. Mit der im Juli 2007 erfolgten Gründung der Partei DIE LINKE und dem zuvor erreichten Einzug in die Bremer Bürgerschaft, hat sich eine neue Partei als fünfte Kraft in der Bundesrepublik etabliert. Ein für die politischen Konkurrenten nicht zu ignorierender Fakt, denn die neue Partei liegt in der Wählergunst bundesweit auf Platz drei. Dabei spricht sie überwiegend Menschen aus dem vormaligen Nichtwählerlager und vor allem ehemalige SPD-Wähler an. Dr. Dietmar Bartsch, einer der wichtigsten Vertreter der LINKEN bei Partei- und Politikentwicklung, und Prof. Werner Patzelt, langjähriger analytischer Begleiter der PDS und der Parteineubildung, diskutieren über die Perspektiven und Herausforderungen für die neue Linke.

Mittwoch, 26. September, 19 Uhr
Kulturrathaus Dresden, Kunstfoyer 1. OG, Königstr. 15, 01097 Dresden
Debatte
Die Spaltung der Palästinenser: Welche Folgen ergeben sich aus der Machtergreifung der Hamas in Gaza für die Bemühungen um einen unabhängigen Staat Palästina?
mit Nabil Yacoub, Journalist, Vorstandsvorsitzender der Organisation für Menschenrechte in den Arabischen Staaten/Deutschland e.V. (OMRAS) sowie Mitglied im Ausländerrat Dresden e.V.

Der Kampf der Palästinenser um die Beendigung der israelischen Besatzung und für die nationale Unabhängigkeit erlebt die schwerste Krise seit Gründung der PLO im Jahre 1964. Was hat zu dieser Krise geführt? Welche Rolle spielen dabei die ideologischen und politischen Spaltungen innerhalb der Palästinenser? Welche Auswirkung hat hierbei die 40jährige israelische Besatzung? Wie verhalten sich die verschiedenen Flügel der PLO innerhalb dieser Krise bzw. inwieweit unternehmen sie Schritte zur Lösung derselben?

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Ausländerrat Dresden e.V.

Mittwoch, 19. September, 19 Uhr
Internationales Begegnungszentrum, H.-Zille-Straße 6, 01219 Dresden
Film und Buch
Und dennoch Hoffnung. Peter Weiss.
Mit dem Autor Dr. Jens-Fietje Dwars, Philosophiehistoriker, Jena

Die erste umfassende Biographie eines Ausnahmekünstlers. Mit der "Ästhetik des Widerstands" avancierte Peter Weiss weltweit zum Kultautor nicht nur der Linken. Dieser "Jahrhundertroman" (Hans Mayer) ist "eines der mutigsten Bücher" unserer Zeit (Wolfgang Koeppen). Eine packende Darstellung von Leben und Werk Peter Weiss'. Es gilt einen großen Außenseiter neu zu entdecken: den Maler, Erzähler, Dramatiker und Filmemacher Peter Weiss (1916-1982).

Informationen zum Autor finden sich hier.

Mittwoch, 12. September, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
Buchvorstellung und Gespräch
Dresdner Gedenkorte für die Opfer des NS-Regimes
Mit den Autoren Karin Jeschke und Dr. Herbert Goldhammer, Dresden

Gedenkstätten sind keine Garantie gegen das Vergessen und doch wichtig, um aus der Erinnerung Lehren für Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Sie können und sollen Anregung sein für junge Leute, sich für die Geschichte des persönlichen Umfeldes zu interessieren und an der Spurensuche in ihrer Heimatstadt Dresden teilzunehmen.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem VVN-BdA e.V. Sachsen (Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten). Buchbestellungen unter Tel. 0351-4901903 oder Fax 0351-4900120.

Mittwoch, 5. September, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden

August 2007

Podiumsdiskussion zum Weltfriedenstag 2007
Auslandseinsätze deutscher Soldaten - Weltweite Interventionen statt Landesverteidigung?
Mit Oberst Manfred Molitor, Kommandeur des Landeskommandos Sachsen und Paul Schäfer, MdB, verteidigungs- und abrüstungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag
Moderation: Prof. Dr. Wilfried Schreiber, Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V.

Gemeinsame Veranstaltung mit Sächsische Friedensinitiative Dresden e.V., Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V., IPPNW Ärzte in sozialer Verantwortung, Arbeitsgemeinschaft Offene Kirchen in Sachsen, AG Frieden Dresden, Dresdner Friedensaktion, Gemeinschaft für Menschenrechte in Sachsen, u. a.

Informationen und Anmeldung unter Tel. 0351 - 4 59 12 73.
Freitag, 31. August, 19 Uhr

Dreikönigskirche/Haus der Kirche, Hauptstraße 23, 01097 Dresden

Juni 2007

Buchvorstellung
Dresdner Industriegeschichte 1945-1990
Mit Thomas Kübler, Direktor des Stadtarchivs Dresden und Prof. Dr. Jörg Roesler (Wirtschaftshistoriker, Berlin)

Die Präsentation des Buchs, das die historischen Porträts der wichtigsten Dresdner Industriebetriebe jener Zeit und die Beiträge des gleichnamigen Kolloquiums vom 18. November 2006 an der TU Dresden enthält, wird verbunden mit einem Vortrag Jörg Roeslers (Titel: Industriegeschichte der DDR - Was bleibt? Was lehrt sie?), der die Frage zu beantworten sucht, welche Spuren diese Geschichte hinterlassen hat und welche historischen Wirkungen sie entfalten wird.

Buchbestellungen möglich unter Tel. 0351-8040302.

Montag, 18. Juni, 19 Uhr
Kulturrathaus Dresden, Königstr. 15, Kunstfoyer 1. OG
Bunte Republik Neustadt 2007

1990: Die sich nach westlichem Muster etablierende Parteiendemokratie sowie die politischen Weichenstellungen in Richtung einer schnellen Herstellung der Deutschen Einheit und Einführung der Marktwirtschaft führten in den basisdemokratischen und linksalternativen Kreisen der Dresdner Neustadt zu Resignation. In dieser Stimmung aus Niedergeschlagenheit über die gescheiterten Utopien eines Gesellschaftsmodells jenseits von DDR und BRD und in Erwartung anbrechender kapitalistischer Zeiten entstand im Frühsommer 1990 die Idee der Bunten Republik Neustadt (BRN). Im Rahmen der diesjährigen BRN präsentieren sich das Dresdner Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ihre Bibliothek den Festbesuchern. Neben umfangreichen Informationsmaterialien, die kostenlos mitgenommen werden können, stehen die Mitarbeiterinnen der Stiftung für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Für kleinen Imbiss wird gesorgt.

Samstag, 16. Juni, 11-17 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
Memorandum 2007: Für eine Demokratische Wirtschaftspolitik
mit Dr. Axel Troost (MdB, WASG, Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)

Unter dem Titel "Mehr und bessere Beschäftigung, ökologischer Umbau und soziale Gerechtigkeit - Demokratische Wirtschaftspolitik statt Aufschwungstaumel" veröffentlichte die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik im Mai 2007 ihr jüngstes Memorandum. In diesen jährlich erscheinenden Publikationen erarbeiten WirtschaftswissenschaftlerInnen und GewerkschafterInnen wirtschaftspolitische Vorschläge und Perspektiven (erstmals 1975), die sich an der Sicherung sinnvoller Arbeitsplätze, der Verbesserung des Lebensstandards und dem Ausbau des Systems der sozialen Sicherheit für die ArbeitnehmerInnen sowie wirksamer Umweltsicherung in der Bundesrepublik orientieren. Dies schließt die Kritik und Zurückweisung der Vorstellungen und Theorien ein, die Beschäftigung, Einkommen, Sozialleistungen und Umweltschutz den Gewinnen der Privatwirtschaft nach- und unterordnen. Gleichzeitig soll die faktische Monopolstellung kapitalorientierter Wirtschaftswissenschaft an den Universitäten herausgefordert und durchbrochen werden, um so überhaupt erst den wirtschaftswissenschaftlichen Theorienstreit auszulösen. Weitere Infos unter: www.memo.uni-bremen.de

Mittwoch, 6. Juni, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden

Mai 2007

Filmvorführung und Diskussion
Das Weltsozialforum 2007
mit Dr. Andreas Trunschke (Diplomlehrer, Wissenschaftshistoriker, Mitarbeiter in der Initiative Sozialforum, Publizist)

Über 80.000 Menschen haben am siebten Weltsozialforum (WSF) teilgenommen, das vom 20. bis 25. Januar 2007 in Nairobi, Kenia, stattgefunden hat. Globalisierungskritiker, FrauenrechtlerInnen, Umweltaktivisten und andere zivilgesellschaftliche Gruppen aus aller Welt sind zusammengekommen, um der einseitig neoliberal vorangetriebenen Globalisierung soziale, demokratische und nachhaltige Alternativen entgegenzustellen. Das Programm umfasste über 1.300 Veranstaltungen. Zu den wichtigsten Themen am WSF in Nairobi zählten Aids, Landbesitz, Handel, Migration und Schuldenerlass. Andreas Trunschke war in Nairobi und hat seine Erlebnisse in Bild und Ton festgehalten.

Mittwoch, 30. Mai, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
Vortrag und Lesung
Alles wandelt sich - Bertolt Brecht und Dialektik
Wissenschaftlich-künstlerische Revue mit Prof. Klaus Schuhmann (Literaturwissenschaftler, Leipzig) und Jochen Kretschmer (Schauspieler, Dresden)

Manchen gilt er als wichtigster Marxist des 20. Jahrhunderts, anderen als Revolutionär des Theaters und wieder andere glauben heute, er habe seine Stücke nur zusammengeklaut. Bertolt Brecht (1898-1956) bewegt die Gemüter immer wieder. Schuhmann, durch seine Publikationen als einer der wichtigsten Brecht-Experten bekannt, sowie Kretschmer, den Dresdner nicht nur vom Schauspielhaus kennen, nähern sich dem Dialektiker Brecht dialektisch im Dialog auf wissenschaftliche und zugleich künstlerische Weise. Ein tiefsinniger Abend für Gedanken-Gourmets, sowie vergnüglich und lehrreich für jedermann.

Mittwoch, 23. Mai, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden
Podiumsgespräch
Vision Israel
mit Ilan Mor (Gesandter der Botschaft des Staates Israel in Berlin) und Katja Kipping (MdB, Dresden)

"Eine neue Straße in eine Welt voller Freiheit, Unabhängigkeit, Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit zu betreten, ist nicht das Monopol von Großmächten. [...] Mit der Gründung unseres Staates sind wir mehr als je zuvor zu Bürgern dieser Welt geworden. Unsere nationale Unabhängigkeit hat unsere Weltbürgerschaft auf eine solide Basis gestellt." Mit diesen Worten umriss David Ben Gurion, der erste Ministerpräsident Israels, sein staatspolitisches Credo. In der Rückschau auf knapp sechs Jahrzehnte Geschichte des Staates Israel ist die Frage legitim, inwieweit die Vision des Staatsgründers Realität wurde und wo sie Anspruch blieb. Ist Israel ein Staat wie jeder andere?

Eine gemeinsame Veranstaltung mit HATiKVA e. V.

Mittwoch, 16. Mai, 19 Uhr
Jüdische Gemeinde zu Dresden, Neue Synagoge, Am Hasenberg 1, 01067 Dresden
Ausstellungsbesuch
"Utopie und Sachlichkeit"
in Halle/Saale, Kunstmuseum Stiftung Moritzburg

Karl Völker (1889-1962), Maler, Grafiker und Architekt gehört zu den interessantesten deutschen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Er studierte bei Richard Guhr (bekannt u. a. als Erschaffer des "Goldenen Rathausmannes" und des Wagner-Denkmals im Liebetaler Grund) an der Dresdner Kunstgewerbeschule. Die Stiftung Moritzburg widmet Karl Völker nunmehr eine große Retrospektive aus ihren eigenen umfangreichen Beständen, ergänzt durch zahlreiche Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen, um das Werk dieses noch immer weit unterschätzten Künstlers ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und ihn als wichtigen Vertreter der künstlerischen Avantgarde seiner Zeit zu würdigen. So ist Völker u. a. Mitglied der ersten Stunde in der 1918 von Max Pechstein und anderen gegründeten "Novembergruppe" und gilt bei der regionalen Verankerung der revolutionären Berliner Ideen in der "Hallischen Künstlergruppe" als die treibende Kraft. Die "Novembergruppe" wollte einen Bezug zur sozialen Revolution in Deutschland herstellen und auf alle Gebiete künstlerischen Schaffens, so z. B. auch auf Baukunst und Raumgestaltung, Einfluss nehmen. 1924 beteiligt sich Völker zusammen u. a. mit Otto Dix, Käthe Kollwitz und Heinrich Zille an der legendären "Hungermappe" für die Internationale Arbeiterhilfe.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit EDAT, dem Ersten Dresdner Hartz IV-Akademikertreff.

Samstag, 12. Mai, 8 Uhr
Hauptbahnhof Dresden, Treff Reisezentrum
Anmeldung bis 9.5.2007 unter Tel. 0351-8040302 oder E-Mail an Luxemburg.Stiftung.Dresden@t-online.de.
Afrika - von der Entwicklung abgehängt?
mit Dr. Jörg Goldberg (Wirtschaftswissenschaftler und Entwicklungsberater, Frankfurt a.M.)

Die kapitalistisch geprägte Weltwirtschaft erlebt eine historisch einmalige Wachstumsperiode. Vorreiter sind jene Staaten des Trikont, die noch vor wenigen Jahrzehnten als Peripherie ohne Aufholchancen betrachtet wurden. Nur Afrika südlich der Sahara ist eine Ausnahme: Trotz Unterstützung durch die Internationale Gemeinschaft kommt es zu keinem nachhaltigen Aufholprozess, extreme Armut und existenzielle Unsicherheit prägen die Lebenslage der Bevölkerung. Dies hängt vor allem mit der historisch begründeten Labilität der afrikanischen Staaten zusammen, welche die Herausbildung von, als legitim akzeptierten, nationalen Institutionen verhindert. Goldberg, viele Jahre als Entwicklungsberater in Afrika unterwegs, erläutert Probleme, Chancen und Gefahren für die weitere Entwicklung Afrikas.

Mittwoch, 2. Mai, 19 Uhr
WIR AG, Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden

April 2007

Zum 70. Todestag von Antonio Gramsci
Radikales Projekt der Aufklärung - oder: Die Zivilgesellschaft erlernt die Staatsführung
mit Prof. Dr. Sabine Kebir (Politik- und Literaturwissenschaftlerin, Publizistin, Berlin)

Antonio Gramsci, der vor 70 Jahren im Gefängnis starb, gehörte zu den Begründern der italienischen KP und wurde 1926 als deren Vorsitzender von den Faschisten inhaftiert. Seine posthum herausgegebenen Gefängnishefte gehören zu den wichtigsten politischen Entwürfen einer modernen Zivilgesellschaft. Die Arbeiterbewegung könne die bürgerliche Hegemonie schon innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft in Frage stellen und überwinden, wenn sie für die Universalisierung der Bildungsmöglichkeiten kämpft und eigene, "autonome" Bildungs- und Kulturinstitutionen schafft. Die Effizienz der Revolution maß Gramsci nicht an ihrem Gewalt- und Zerstörungspotential, sondern an der nachhaltigen Umstrukturierung von dem Allgemeinwohl verpflichteten, demokratisch transparenten Institutionen. Für Westeuropa strebte er nicht die Zerstörung, sondern die radikale Demokratisierung der bereits vorhandenen Zivilgesellschaften an.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit Die Linke.Hochschulgruppe Dresden

Mittwoch, 25. April, 19 Uhr
TU Dresden, Hörsaalzentrum, Bergstraße 64, Dresden
Was sind Öffentliche Güter und welche sollten es sein?
mit Dr. Jürgen Leibiger (Dozent für Volkswirtschaftslehre, Dresden)

In der polit-ökonomischen Diskussion über öffentliche Güter werden Kernfragen der gesellschaftlichen Entwicklung angesprochen: Welche Güter sollten allen Bürgern ohne Einschränkung zur Verfügung stehen und wer sollte sie wie (entgeltlich oder unentgeltlich) bereitstellen? Wird diese Frage aufgeworfen, befindet man sich im Spannungsfeld der Frage nach den Eigentumsverhältnissen, den Menschen- und Freiheitsrechten und der Frage nach der Rationalität der Produktion und Güterbereitstellung. Der Diskurs über diese Fragen erfordert die begriffliche Klarstellung der Eigentumsfrage, die Unterscheidung von privaten und öffentlichen Gütern und die Entwicklung von Kriterien zur Entscheidung darüber, was privat, kommunal, staatlich, genossenschaftlich oder gesellschaftlich bereit gestellt werden soll.

Mittwoch, 18. April, 19 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Str. 21, Dresden
Filmvorführung und Diskussion
Shrinking Cities - Schrumpfende Städte und die kulturellen Möglichkeiten urbaner Brachen
mit Holger Lauinger (Filmemacher und freier Journalist, Schwerpunkt: Stadt- und Regionalplanung) sowie Patrick Pritscha (Stadtrat in Chemnitz, Schwerpunkt: Stadtumbau Ost)

Ökonomische und demographische Prognosen sagen den radikalen Wandel im zukünftigen Bild vieler Städte voraus. Abseitige Brachen werden alltäglich - sie werden die inversen Gesichter der Stadt. Doch diese vermeintlich toten Abbilder des rasanten Strukturumbruchs erzeugen bei Bürgern Ängste und Ratlosigkeit. Und für die Experten des Urbanismus sind sie das realexistierende Negativ ihres Ideals von Stadt. Muss aber Leere wirklich den Verlust des "Urbanen" bewirken?

Eine gemeinsame Veranstaltung mit WIR e.V. Dresden sowie dem Kommunalpolitischen Forum Sachsen e.V.

Mittwoch, 11. April, 18 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Str. 21, Dresden
Bedrohte Zukunft - Streit um Wasser, Energie und Klimawandel
mit Dr. Harald Klimenta (Physiker, Bestsellerautor, Regensburg)

Der warme Herbst 2006 beweist allein noch gar nichts. Ebenso wenig wie der Hitzesommer 2003 - für sich genommen. Oder der Umstand, dass 2005 weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen war. Doch unter ernst zu nehmenden Klimaforschern herrscht heute Einigkeit: Die Frage lautet nicht mehr, ob es einen menschengemachten Klimawandel geben wird - wir sind mitten drin - sondern wie stark er ausfallen wird. Über Folgen und mögliche Konfliktszenarien wird diese Veranstaltung informieren.

Hinweise zu weiteren Veranstaltungen bezüglich des G8-Gipfels 2007 in Deutschland - sowie nähere Informationen zum Thema - finden sich hier

Eine gemeinsame Veranstaltung mit attac Dresden.

Montag, 2. April, 19 Uhr
Dreikönigskirche, Haus der Kirche, Hauptstr. 23, Dresden

März 2007

Die Bolivarische Revolution in Venezuela und ihr internationales Umfeld
mit Prof. Dr. Blancanieve Portocarrero (Botschafterin der Bolivarianischen Republik Venezuela) und Otto Pfeiffer (Exbotschafter der DDR in Venezuela, Präsident des Verbandes für internationale Politik und Völkerrecht e.V. sowie Wahlbeobachter in Lateinamerika in den Jahren 2003 und 2004)

In Venezuela passiert etwas, nur die Informationen darüber sind rar, verzerrt und widersprüchlich. Die "bolivarische Bewegung" entstand in den 1990er Jahren. Diese Oppositionsbewegung setzte sich zusammen aus Stadtteilversammlungen, alternativen Medien-, Pädagogik- und Basis-Netzwerken, linksradikalen Splittergruppen und Menschenrechtskomitees. Die Eigenbezeichnung "bolivarisch" verweist auf drei politische Prinzipien des Unabhängigkeitskämpfers Simón Bolívar: seine ausgeprägt antiimperialistische Haltung gegenüber den europäischen Kolonialmächten und den USA, seine progressiven Sozialvorstellungen und sein Konzept der kontinentalen Einheit Lateinamerikas.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit CubaSi Dresden

Mittwoch, 28. März, 19 Uhr
Dreikönigskirche, Haus der Kirche, Saal 1. OG, Hauptstr. 23, Dresden
Ein Streitgespräch
Die Linke im Disput über Arbeit und Vollbeschäftigung
mit Ronald Blaschke (Dipl.-Phil., Mitglied des Sprecherkreises des Netzwerkes Grundeinkommen) und Dr. Harald Werner (Mitglied des Parteivorstandes und gewerkschaftspolitischer Sprecher der Linkspartei.PDS)

Geht uns die Arbeit aus? Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? Worin bestehen die Unterschiede zwischen einer Arbeits- und einer Tätigkeitsgesellschaft? Wie hält es die Linke mit Vollbeschäftigung und dem Verhältnis von Erwerbs- und Nichterwerbstätigkeit? Wie sind diese Fragen im Prozess der Globalisierung und des Auseinanderdriftens von hoch- und unterentwickelten Ländern zu verorten? Welche Rolle spielen Tätigkeit, Arbeit und Freizeit im emanzipatorischen Zukunftsentwurf der Linken? Mit Blaschke und Werner legen namhafte Opponenten in diesen Fragen ihre Positionen dar und suchen den Dialog.

Mittwoch, 21. März, 19 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Str. 21, Dresden
Buchvorstellung und Diskussion
Vernunft und Freiheit in gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen
mit Prof. Dr. Horst Kreschnak (1971-1990 Direktor des Forschungs- und Rechenzentrums der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR; Fachgebiete: Erkenntnis-, Wissenschafts- und Entscheidungstheorien)

Horst Kreschnak analysiert in den zwei Bänden "Rationales Entscheiden in Geschichte und Gegenwart" eine Kernfrage gesellschaftlicher Entwicklung: Wie und durch wen werden ökonomische und politische Entscheidungen getroffen und durchgesetzt? Welche Entscheidungskriterien spielen dabei unter verschiedenen gesellschaftlichen Verhältnissen eine Rolle und wie rational im Sinne theoretischer und praktischer Vernunft können solche Entscheidungen sein? Damit wird die Eigentumsproblematik aus einer ungewohnten Perspektive betrachtet und letztlich eine Antwort auf die Frage gesucht, wie Entscheidungen in einer Gesellschaft zu treffen wären, in der die Freiheit des Einzelnen die Voraussetzung für die Freiheit aller ist.

Mittwoch, 7. März, 19 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Str. 21, Dresden

Februar 2007

Buchvorstellung und Diskussion
NiP - Nazis in Parlamenten
Mit Michael Bergmann, Journalist

Die von Bergmann mitherausgegebene Broschüre dokumentiert und reflektiert das Agieren rechtsextremistischer MandatsträgerInnen in sächsischen Gemeinde- und Stadtparlamenten sowie im Sächsischen Landtag.

Mittwoch, 28. Februar, 19 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Str. 21, Dresden
Diskussion
Die Gesundheitsreform der Großen Koalition
Mit Iris Kloppich, stellvertretende Landesvorsitzende des DGB-Sachsen und Vorsitzende des Verwaltungsrates der AOK-Sachsen sowie Dr. med. Ingrid Heyser, niedergelassene Ärztin, Bautzen.

Kloppich und Heyser analysieren die Risiken und Nebenwirkungen dieser neuerlichen Gesundheitsreform aus Sicht der Patienten, der Kassen und der Ärzteschaft.

Mittwoch, 21. Februar, 19 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Str. 21, Dresden
15. Dresdner Friedenssymposium
Friedensdiplomatie statt Militärintervention. Für Frieden im Nahen Osten nach dem Vorbild der KSZE
Eine gemeinsame Veranstaltung mit Sächs. Friedensinitiative Dresden e.V., Arbeitsgemeinschaft Offene Kirchen Sachsen, AG Frieden Dresden, Ausländerrat Dresden e.V., DGB-Dresden, DSS e.V., Gemeinschaft für Menschenrechte Sachsen e.V., u.v.a.m.

Tagungsbeitrag 10 € (5 € ermäßigt). Um Anmeldung wird gebeten unter Tel./Fax 0351-4591273.

Samstag, 17. Februar, 10-18 Uhr
Gewerkschaftshaus, Schützenplatz 14, Dresden
Buchvorstellung und Diskussion
Ostdeutschland - Zwischen Währungsunion und Solidarpakt II. Eine Retrospektive kritisch-alternativer Autoren
Mit dem Mitherausgeber Karl Mai, Wirtschaftswissenschaftler aus Halle
Moderation: Ronald Weckesser, MdL, Dresden

Die Ernüchterung über die Ergebnisse der gescheiterten Vereinigungsökonomie wird seit einiger Zeit um einen neuen Mythos, den Mythos einer "Wachstumsbremse Ost", ergänzt. Das Buch indes verzichtet auf Mythen, betreibt stattdessen wissenschaftliche Analyse und macht Vorschläge zur Problemlösung.

Mittwoch, 7. Februar, 19 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Str. 21, Dresden

Januar 2007

Vortrag und Diskussion
European Left. Formierungsprozess der Europäischen Linken
Mit Dr. André Brie, Mitglied des Europäischen Parlaments, Schwerin
Moderation: Thomas Westphal, stellv. Vors. der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

Die Linke in Europa besteht aus verschiedenen politischen und sozialen Organisationen, die sich in ihrer Politik, Programmatik und ihren Weltbildern gelegentlich unterscheiden, wie auch in ihrem Rückhalt und ihrer regionalen Verankerung, ihren Erfahrungen und ihren Ansichten zur EU. Insoweit ist die Erschaffung einer gemeinsamen europäischen Linkspartei in Europa nicht zuletzt eine gigantische Aufgabe.

Montag, 29. Januar, 19 Uhr
TU-Dresden, Hörsaalzentrum, Raum 201, Bergstr. 64, Dresden
Podiumsdiskussion
Paragraph 86a StGB im Einsatz gegen AntifaschistInnen?
Mit Thomas Fischer, Rechtsanwalt, Johannes Lichdi, MdL, Rechtsanwalt und innenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag sowie Kerstin Köditz, MdL, Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion.PDS im Sächsischen Landtag.

Das Verwenden von Nazisymbolen ist nach § 86a StGB strafbar. Aber wie verhält es sich mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz? Jüngste Gerichtsurteile lassen aufhorchen: Auch wenn Nazisymbole in einem dezidiert antinazistischen und kritischen Kontext verwendet würden, erfülle dies nichtsdestotrotz den Straftatbestand des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen und müsse dementsprechend verfolgt werden, heißt es. Groteske oder politische Motivation?

Dienstag, 23. Januar, 19 Uhr
TU-Dresden, Hörsaalzentrum, Raum 304, Bergstr. 64, Dresden
Buchvorstellung und Gespräch
Die Krise der Demokratie
Mit dem Autor Prof. Dr. Werner Bramke, Historiker, Leipzig und dem Herausgeber Michael Faber (Faber & Faber Leipzig)

Der Autor, der in zwei Wahlperioden dem Sächsischen Landtag angehörte, geht den Mühen der Abgeordneten aus der Sicht eines Oppositionspolitikers nach. Er beleuchtet besonders die Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik, das Verhältnis von Medien und Politik, die Indienstnahme der Geschichte durch Politiker, den Umgang mit der MfS-Vergangenheit und das Verhältnis von Ost und West.

Mittwoch, 17. Januar, 19 Uhr
TU-Dresden, Hörsaalzentrum, Raum 03 (EG), Bergstr. 64, Dresden
Lesung mit Musik
Luxemburg: Hommage á Mutter
Sprecher: Andreas Paul, JuliaN.Langer (beide Dresden) und Charles Wostok (Berlin), Musik: trans alp (Phonocake)

Diese musikalische Lesung erinnert an die Ermordung Rosa Luxemburgs am 15.01.1919 sowie an die Uraufführung von B. Brechts Lehrstück "Die Mutter" am 15.01.1932. Unkostenbeitrag: 5 € (3 € ermäßigt).

Montag, 15. Januar, 21 Uhr
WIR-AG, Martin-Luther-Str. 21, Dresden
Gedenken
Demonstration im Rahmen der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung

Es fahren Busse ab Dresden, Großenhainer Str. 93 (Abfahrt: 7 Uhr). Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 0351/ 85838-01 oder Fax -02.

Sonntag, 14. Januar, 10 Uhr
vom U-Bhf. Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin
Gedenken
Ehrung von Rosa Luxemburg zum 88. Jahrestag ihrer Ermordung
u.a. mit Redebeitägen von Dr. Michael Sturm, Vorsitzender SPD-Stadtausschuss Dresden und Hans-Jürgen Muskulus, Vorsitzender der Linkspartei-Dresden
Samstag, 13. Januar, 10 Uhr

Stele am Rosa-Luxemburg-Platz, Dresden

2006





copyright Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. 22.04.2007